"Flossen weg" in Recklinghäuser Schwimmbädern

Familie im Schwimmbad; Rechte: pa/Photo Alto

"Flossen weg" in Recklinghäuser Schwimmbädern

  • Kampagne gegen sexuelle Belästigung in Schwimmbädern
  • Schwimmmeister werden geschult
  • Mögliche Täter sollen gewarnt werden

Die Stadt Recklinghausen will Schwimmmeister darin schulen, aufmerksamer für sexuelle Belästigung zu sein und angemessen auf Übergriffe zu reagieren. Das ist Teil einer Kampagne gegen Grabscher im Schwimmbad, die am Donnerstag (04.07.2019) erneut vorgestellt wurde.

Seit drei Jahren läuft die Kampagne "Flossen weg" jetzt schon in der Stadt. Neben den Schulungen wurden im Rahmen der Aktion auch Plakate in den Schwimmbädern aufgehängt. Sätze wie "Wenig Stoff ist keine Einladung" oder "Fotos nicht ohne Einwilligung" sollen sensibilisieren und Badegäste dazu ermutigen, sich schnell Hilfe zu holen.

Kampagne gegen sexuelle Belästigung in Schwimmbädern

Verfügbar bis 04.07.2020

Warnung an mögliche Täter

Zwar habe die sexuelle Belästigung in Schwimmbädern seit Beginn der Kampagne nicht zugenommen. Die Aktion solle aber weiterhin dafür sorgen, dass solche Vorfälle gar nicht erst passieren, sagt Gabriele Steuer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Recklinghausen.

"Es geht einmal um den Schutz der Badegäste vor Übergriffen, es geht um die Ermutigung und Unterstützung, sich Hilfe zu holen, aber auch die Warnung an die möglichen Täter, dass wir aufpassen, dass wir ein Auge darauf haben."

Inzwischen wurde die Kampagne sogar schon von der Stadt Mainz übernommen.

Stand: 04.07.2019, 12:53