Landgericht Dortmund verurteilt Kalaschnikow-Schützen

Landgericht Dortmund von außen

Landgericht Dortmund verurteilt Kalaschnikow-Schützen

Von Mathias Brenner

  • Mann hat Bekannten angeschossen
  • Schuss mit Kalaschnikow ins Bein
  • Not-OP nach Schussverletzung

Das Dortmunder Landgericht hat am Montag (20.01.2020) einen 34-jährigen Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte einem Bekannten mit einer Kalaschnikow ins Bein geschossen.

Der 34-jährige Angeklagte hatte vergangenen Sommer (12.06.2019) vor einem Kiosk auf der Weißenburger Straße in Dortmund einen Bekannten getroffen. Der damals betrunkene Angeklagte hatte dann seinem Bekannten mit einer Kalaschnikow in den Oberschenkel geschossen.

Schuss zertrümmert Knochen

Bei dem Angeschossenen wurde der rechte Oberschenkelknochen zertrümmert. Der schwer verletzte Mann musste aufgrund massiven Blutverlustes sofort notoperiert werden. Zum Prozess erschien er im Rollstuhl im Gerichtssaal.

Schütze flüchtete vom Tatort

Der Angeklagte war nach der Tat geflüchtet. Die Polizei hatte darauf mit einem Großaufgebot nach dem flüchtigen Schützen gesucht. Er konnte schließlich in Dortmund-Eving festgenommen werden.

Schuss sei ein Versehen gewesen

Vor Gericht sagte der Angeklagte, er habe die Waffe von seinem Vater. Er hätte sie dabei gehabt, weil er sie entsorgen wollte. Als er sie seinem Bekannten gezeigt habe, hätte sich aus Versehen der Schuss gelöst.

Das Gericht verurteilte den Mann schließlich wegen fahrlässiger Körperverletzung, da man ihm nicht nachweisen konnte, dass er wusste, dass die Kalaschnikow schussbereit war. Außerdem wurde seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Stand: 20.01.2020, 18:03