Känguru "Skippy" bezieht WG im Duisburger Zoo

Känguru Skippy ist in Duisburger Zoo eingezogen

Känguru "Skippy" bezieht WG im Duisburger Zoo

  • "Skippy" wohnt im Duisburger Zoo
  • Känguru fühlt sich wohl unter Artgenossen
  • Tierpfleger überrascht über gute Gesundheit

Der Umzug ist geschafft, die neuen Mitbewohner wurden auch schon beschnuppert: Känguru "Skippy" wohnt seit Donnerstag (17.10.2019) im Duisburger Zoo, gemeinsam mit anderen sogenannten Bennett-Kängurus.

"Da wir im Zoo Duisburg eine größere Gruppe dieser Art halten, haben wir sofort unsere Zustimmung gegeben, Skippy aufzunehmen", sagt Zoo-Pressesprecher Christian Schreiner. Neugierig, aber auch zaghaft näherte sich "Skippy" seinen neuen Mitbewohnern, auch die Artgenossen nahmen "Skippy" gut auf.

Eine ungewöhnliche Fahndung

Einen Monat lang hatte das Känguru-Weibchen die Polizei auf Trab gehalten, hüpfte immer wieder durch den Raum Xanten und war wieder verschwunden, bis Anwohner erneut meldeten, das Tier gesehen zu haben.

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"Das war auch für uns eine sehr ungewöhnliche Suche", erzählt Andrea Margraf, Sprecherin der Kreispolizei Wesel. "Mit Decken sind die Kollegen dem Tier immer wieder hinterher gelaufen, um es vorsichtig zu fangen, was nicht wirklich leicht war." Sie schafften es dann schließlich doch: Mithilfe eines Tierarztes konnten sie Skippy einfangen.

Woher das Känguru kommt, ist immer noch nicht klar

In Quarantäne wurde es untersucht und umsorgt, bevor es dann in die Känguru-WG im Duisburger Zoo einzog. Überrascht zeigten sich die Tierpfleger darüber, wie gut sich Skippy in den Wäldern am Niederrhein verpflegen konnte - tierärztliche Untersuchungen zeigten: Es war gut genährt und gepflegt.

Wem das Tier gehört oder woher es kommt, ist aber immer noch nicht klar. Trotz zahlreicher Aufrufe der Polizei in sozialen Netzwerken und anderen Medien hat sich bisher niemand gemeldet.

Kobra & Co.: Ausgebüxte Tiere in NRW

Die Jagd nach einer Kobra in Herne geht weiter. In den vergangenen Jahren sorgten ausgebüxte Tiere in NRW regelmäßig für Schlagzeilen: eine Auswahl in Bildern.

Symbolbild: Weiße Monokel-Kobra in Angriffshaltun

In Herne-Holthausen dürfen auch am Dienstag (27.08.2019) die Bewohner von vier Reihenhäusern ihre Wohnungen nicht betreten. Grund ist eine hochgiftige Monokel-Kobra, die am Sonntag in einem Hausflur entdeckt wurde. Mutmaßlich war das Tier einem Hausbewohner entwischt, der noch weitere 20 Schlangen in seiner Wohnung hält. Der behauptet nach wie vor, die Kobra gehöre ihm nicht.

In Herne-Holthausen dürfen auch am Dienstag (27.08.2019) die Bewohner von vier Reihenhäusern ihre Wohnungen nicht betreten. Grund ist eine hochgiftige Monokel-Kobra, die am Sonntag in einem Hausflur entdeckt wurde. Mutmaßlich war das Tier einem Hausbewohner entwischt, der noch weitere 20 Schlangen in seiner Wohnung hält. Der behauptet nach wie vor, die Kobra gehöre ihm nicht.

Wie genau eine Schmuckschildkröte im Juni 2018 als blinder Passagier in das Auto einer Duisburgerin gelangen konnte, ist bis heute nicht geklärt. Auf jeden Fall biss das Tier der Frau in den Arm und löste einen Unfall aus. Im Tierheim bekam der Neuankömmling dafür den Namen "Crash".

Nicht nur Exoten, auch heimische Tierarten können zu Stars werden. Den Anfang machte "Killerwels Kuno", der angeblich im Jahr 2001 in einem Mönchengladbacher Weiher einen Dackel in die Tiefe riss. Zwar konnte die Dackel-Geschichte nie bewiesen werden - um die Welt ging sie trotzdem. Auch als 2017 in einem Weiher in Siegburg mehrere Entenküken verschwanden, war der Hauptverdächtige schnell gefunden - obwohl ein Hecht als Kükenräuber ebenso in Frage kam.

Kängurus im Sauerland - das ist eine scheinbar unendliche Geschichte: 2015 wurde "Skippy" dort erstmals gesichtet - und dank zahlreicher Handyfotos zu einem kleinen Medienstar. Auch nachdem das kleine Wallaby eingefangen werden konnte, war das Sauerland noch lange nicht Känguru-frei: Weitere Tiere wurden in den kommenden Jahren entdeckt - sie alle bekamen den Namen ihres Pioniers.

Er ist der Vater aller Sommerloch-Tiere: Kaiman "Sammy". 1994 hielt die Jagd auf ihn die Nation in Atem. Schaulustige und Reporter belagerten einen Badesee in Dormagen. Seinem Besitzer war das Reptil bei einem Ausflug an den See entlaufen. Erst nach sechs Tagen Flucht konnte ihn ein Sporttaucher mit der bloßen Hand aus dem Baggersee fischen.

Für Kölns linksalternative Szene bleibt Schimpanse Petermann auch 30 Jahre nach seinem Tod eine Ikone. 1985 brach er aus seinem Gehege aus und attackierte den Zoodirektor, der dabei schwer verletzt wurde. Seine Flucht endete im Kugelhagel der Polizei.

Stand: 17.10.2019, 16:56

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