Josef Reding ist gestorben

Josef Reding

Josef Reding ist gestorben

  • "Asphalt-Schriftsteller" Reding ist tot
  • Bücher über Sozialschwache
  • Ausgezeichnet mit Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis

Der Dortmunder Schriftsteller Josef Reding ist tot. Er starb in der Nacht auf den 10. Januar 2020. Er sei friedlich eingeschlafen, berichtet seine Familie, vorangegangen waren einige Krankenhausaufenthalte. Reding wurde 90 Jahre alt. Der Autor hatte sich als "Asphalt-Literat" einen Namen gemacht und war eines der prägenden Gesichter der Literaturszene in Westfalen und im Revier.

Stolz auf seine einfache Herkunft

Josef Reding kam 1929 als Sohn eines Filmvorführers in Castrop-Rauxel zur Welt. Er besuchte die Realschule, danach das Gymnasium, machte dort sein Abitur und studierte anschließend. Auf seine einfache Herkunft aus Arbeiterkreisen war er zeitlebens stolz. Bis ins hohe Alter unternahm er viele Reisen in die ganze Welt, wo er mit Sozialschwachen und Ausgebeuteten in Kontakt kam. So entwickelte sich sein soziales Engagement.

Mit vielen Preisen ausgezeichnet

Schon in der Schule entdeckten die Lehrer das schriftstellerische Talent von Josef Reding. Er debütierte zunächst mit Jugendbüchern, wandte sich dann sozialen Stoffen zu. Stets hatte er den "normalen Menschen" im Blick. In seinen Werken setzte er sich mit den sozialen Problemen von Minderheiten und Unterdrückten auseinander. Seine Bücher wie "Nennt mich nicht Nigger" oder "Allein in Babylon" wurden in viele Sprachen übersetzt. Dafür erhielt er bedeutende Literaturpreise, wie zum Beispiel den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis.

Sein ganzes Leben blieb er seiner Wahlheimat Dortmund treu. Auch wenn ihm Krankheiten immer mehr zusetzten, versuchte er weiter zu verreisen. Bis ins hohe Alter blieb er auch politisch aktiv.

Stand: 12.01.2020, 17:01