Weihnachtsamnestie beschert Häftlingen vorzeitige Entlassung

Innenaufnahme von einer Haftanstalt

Weihnachtsamnestie beschert Häftlingen vorzeitige Entlassung

  • NRW begnadigt auch dieses Jahr zahlreiche Häftlinge zur Weihnachtszeit
  • Die meisten Insassen im Ruhrgebiet verließen die JVA in Castrop-Rauxel
  • Jeder Fall von Weihnachtsamnestie wird geprüft

Im Rahmen der traditionellen, jährlich stattfindenden Weihnachtsamnestie sind im Ruhrgebiet bereits zahlreiche Häftlinge auch aus den Justizvollzugsanstalten Dortmund, Schwerte, Hamm und Castrop-Rauxel entlassen worden. Häftlinge, die bestimmte Bedingungen erfüllen, können vorzeitig aus der Haft entlassen werden.

Begnadigung an Bedingungen geknüpft

Meist handelt es sich dabei um Strafgefangene, die bereits im offenen Vollzug leben, eine gute Führung nachweisen können, einen Job und eine Wohnung haben. Außerdem muss die Haftstrafe relativ kurz sein und am besten Anfang Januar ohnehin enden. Ziel des Vorhabens ist es, die Justizvollzugsanstalten zu entlasten und den Inhaftierten ein Weihnachtsfest im Kreis der Angehörigen zu ermöglichen.

Gefängniszelle wird aufgeschlossen

Zusammenlegungen schaffen Probleme

Staat profitiert von finanzieller Entlastung- Entlassung nicht für Alle möglich

Ein weiterer Grund, der die Amnestie für beide Seiten, Häftlinge und JVA, lohnenswert macht, ist die Tatsache, dass der Staat viel Geld sparen kann und neue Kapazitäten für Gefangene schafft. Außerdem wird das Personal der Haftanstalten deutlich entlastet.

Von der Amnestie können allerdings nicht alle profitieren. Gefängnisinsassen, die wegen Sexualdelikten einsitzen, können nur nach einer gründlichen Einzelfallprüfung und in Ausnahmen vorzeitig entlassen werden.

Stand: 30.11.2018, 13:25