Studie: Islamunterricht wird gut bewertet

Ein Mädchen meldet sich in einer Schulklasse

Studie: Islamunterricht wird gut bewertet

  • Eltern und Schüler: Islamunterricht überwiegend positiv
  • Bilanz einer Studie der Universität Duisburg-Essen
  • Landesregierung plant, den Unterricht auszubauen

Die meisten Eltern und Schüler sehen islamischen Religionsunterricht an Schulen in NRW positiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Duisburg-Essen, die am Mittwoch (26.09.2018) Thema im Landtag war. Dort beriet der Schulausschuss, wie der Unterricht ausgebaut werden soll.

Laut Studie sind mehr als 75 Prozent der Eltern mit den Inhalten und Lehrkräften des Islamunterrichts zufrieden. Unter den Schülern könne das Fach zu mehr Verständnis zwischen den Religion beitragen. Auch dort, wo es bislang noch keinen Unterricht gibt, wünschen sich viele befragte Schüler diesen.

Hohe Nachfrage nach Islamunterricht

Die Schulleiter sehen den Vorteil, dass staatlich ausgebildete Lehrer unterrichten. Damit sei gewährleistet, dass keine radikalen Strömungen verbreitet werden. So sieht das auch Peter Washausen, Rektor des Erich-Fried Schulzentrums in Gladbeck.

"Unsere Lehrkraft ist gehalten, den Unterricht neutral auszurichten, im Sinne des nicht-radikalen Islams", erklärt er. Vor allem an Schulen, die wie im Ruhrgebiet von vielen Kindern mit Migrationshintergrund besucht werden, ist die Nachfrage nach dem Islamunterricht groß.

An der mehrjährigen Studie haben fast 550 Elternteile und 720 Schüler teilgenommen. Im vergangenen Schuljahr wurde der Islamunterricht an 234 Schulen in NRW angeboten. Landesweit gab es zu diesem Zeitpunkt etwa 415.000 Schülerinnen und Schüler islamischen Glaubens.

Stand: 26.09.2018, 08:03

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