Bochum testet intelligente Straßenlaternen

Bochum testet intelligente Straßenlaternen

Von Gerrit Großmaas

  • Freie Parkplätze und Bewegungen werden registriert
  • Hoher sechsstelliger Investitionsaufwand
  • Hauptkostenträger ist Innogy

Die Stadt Bochum plant, ihre Straßenlaternen technisch aufzurüsten. Sie sollen künftig über WLAN-Router verfügen und zum Beispiel freie Parkplätze erkennen.

Weitere Technik in Planung

Mit dem Energieunternehmen Innogy und den Stadtwerken Bochum hat die Stadt das zweijährige Pilotprojekt auf den Weg gebracht. In bereits bestehende Straßenlaternen werden Module eingebaut, die mithilfe von Photosensoren freie Parkplätze erkennen, Bewegungen aufzeichnen und Daten speichern.

Auch Notrufknöpfe und Bildschirme sind vorgesehen. Im ersten Quartal des nächsten Jahres soll die Technik in einzelnen Stadtteilen zur Verfügung stehen. Bochum ist damit die erste Großstadt in Deutschland, die ein solches Projekt umsetzen wird.

Datenschutz ist gewährleistet

"Das Eigentum der gespeicherten Daten bleibt in der Hand der Stadt" sagt Oberbürgermeister Thomas Eiskirch am Freitag (02.11.2018) bei einer Pressekonferenz. Diese Daten sollen dann öffentlich nutzbar gemacht werden.

Kosten: Hoher sechsstelliger Betrag

Zunächst beginnt Innogy mit dem Stadtteil Ehrenfeld. Dort werden 16 Laternen aufgerüstet. Danach werden in den Stadtteilen Langendreer und in der Hustadt Modernisierungen vorgenommen.

Insgesamt plant Innogy, 60 bis 100 Laternen zu "intelligenten" Laternen umzubauen. Dafür nimmt der Konzern einen hohen sechsstelligen Betrag in die Hand.

Stand: 02.11.2018, 16:59