Ennepe-Ruhr-Kreis bereut Impfung von Impfdränglern

Ein Senior wird von einer medizinischen Fachkraft geimpft.

Ennepe-Ruhr-Kreis bereut Impfung von Impfdränglern

Von Peter Fischer

40 Menschen ohne Impftermin sind am Mittwoch in Impfzentren des Ennepe-Ruhr-Kreises geimpft worden. Sie waren aggressiv aufgetreten und hatten auf eine Impfung bestanden.

Im Impfzentrum Ennepetal und dem benachbarten Impf-"Drive-In" in Schwelm bekommen ab sofort nur noch Menschen mit Berechtigung und Termin eine Corona-Spritze. Der Krisenstab hatte Mittwochnachmittag eine Ausnahme gemacht und sich damit Ärger eingehandelt.

Impfdrängler aggressiv im Impfzentrum Ennepe-Ruhr-Kreis

An dem Tag war nämlich Impfstoff übrig geblieben, weil mehrere Menschen ihre Impf-Termine nicht wahrgenommen hatten. Gleichzeitig sind Personen ohne Termin erschienen und zum Teil aggressiv aufgetreten, um eine Impfung zu erzwingen, obwohl sie noch nicht berechtigt sind.

All das führte dazu, dass die Verantwortlichen insgesamt vierzig Impf-Dosen an Menschen verabreichten, die gar nicht auf den Listen standen. Das wiederum führte zu Unmut bei denjenigen, die sich ordnungsgemäß angemeldet hatten.

Krisenstab: Gut gemeint, aber falsch

Im Nachhinein sei die außerplanmäßige Aktion zwar gut gemeint, aber doch falsch gewesen, räumte der Leiter des Krisenstabes im EN-Kreis jetzt ein. Man habe überschüssiges Vakzin verimpfen und die eigenen Mitarbeiter vor wütenden Menschen schützen wollen.

Aber ab sofort soll die von Land und Bund vorgeschriebene Impf-Reihenfolge im Ennepe-Ruhr-Kreis konsequent eingehalten werden.

Stand: 22.04.2021, 16:10