Immer mehr Apotheken in NRW machen dicht

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Immer mehr Apotheken in NRW machen dicht

  • 86 Apotheken weniger in Nordrhein und Westfalen-Lippe
  • Bottrop geringste Apothekendichte deutschlandweit
  • Gründe: steigende Kosten, zu wenig Nachfolger

In NRW gibt es immer weniger Apotheken. Das haben die Apothekerkammern Westfalen-Lippe und Nordrhein dem WDR am Donnerstag (21.02.2019) bestätigt.

Rund 86 Apotheken wurden im vergangenen Jahr geschlossen. Beispiele: In Essen gibt es fünf und in Düsseldorf drei Apotheken weniger. In Westfalen-Lippe sind vor allem Dortmund und Bottrop betroffen.

In den vergangenen 15 Jahren ist die Zahl der Apotheken in Dortmund um 29 Prozent zurückgegangen, in Bottrop um 27 Prozent. Die Stadt hat derzeit die geringste Apothekendichte in ganz Deutschland. Auf 5.300 Einwohner kommt nur eine einzige Apotheke.

Gründe für den Apotheken-Rückgang

Für den Apotheken-Rückgang gibt es viele Gründe, unter anderem steigende Personal- und Mietkosten. Zudem schließen sich Arztpraxen oft in Arztzentren zusammen und verschwinden dann aus manchen Stadtteilen. Das wirkt sich auch auf nahegelegene Apotheken aus. Für sie wird es schwerer ihren Standort zu halten.

Ein weiteres Problem ist, einen Nachfolger zu finden. Denn der Großteil der Uni-Absolventen geht in die Pharmaindustrie, weil dort die Arbeitsbedingungen attraktiver sind. Es gibt ein höheres Einstiegsgehalt und keine Wochenend- oder Notdienste. Die Apothekerkammern geben aber Entwarnung: Versorgungslücken bestehen keine.

Online-Apotheken im Test Servicezeit 08.01.2019 08:29 Min. Verfügbar bis 08.01.2020 WDR Von Michael Bisping und Barbara Claesges

Stand: 21.02.2019, 10:33