IG Metall schlägt Mitarbeiter-Austausch vor

Stahlarbeiter beim Abstich

IG Metall schlägt Mitarbeiter-Austausch vor

  • Metall- und Elektro-Unternehmen sollen Mitarbeiter tauschen
  • So sollen Entlassungen vermieden werden
  • IG Metall schlägt Test im Ruhrgebiet vor

Mit einer ungewöhnlichen Idee will die IG Metall dem Fachkräftemangel in Deutschland begegnen. Demnach sollen tarifgebundene Betriebe der Metall- und Elektroindustrie im Ruhrgebiet die Möglichkeit erhalten, ihre Mitarbeiter künftig untereinander auszutauschen. So könnten Entlassungen bei Auftragsflauten vermieden werden.

"Was spricht dagegen, die Mitarbeiter der Konzerne für bestimmte Projekte und einen begrenzten Zeitraum untereinander auszuleihen?", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Knut Giesler der "Westdeutschen Allgemeinen" vom Samstag (08.09.2018).

400 Unternehmen sollen Test mitmachen

Der Gewerkschafter betonte, die einen Unternehmen suchten qualifiziertes Personal, andere hätten wegen kurzfristiger Auslastungsprobleme einen Überhang. "Deshalb schlagen wir vor, als Test einen regionalen Austausch von Mitarbeitern unter den 400 tarifgebundenen Unternehmen zu vereinbaren."

Giesler kündigte Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband an. Der Austausch solle freiwillig und die Entfernung zum vorübergehenden Arbeitsplatz zumutbar sein. Wie die Zeitung weiter berichtete, ist der Austausch bei Siemens in Mülheim, wo 4.500 Beschäftigte Dampfturbinen und Generatoren entwickeln und bauen, bereits Praxis. Siemens habe entsprechende Vereinbarungen mit mehreren anderen Unternehmen in der Region geschlossen.

Minister Laumann: Fachkräftemangel in vielen Branchen

WDR 5 Westblick - Serien | 31.08.2018 | 07:11 Min.

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Stand: 08.09.2018, 10:26