IG Metall will zu Warnstreiks aufrufen

Fackeldemo der IG Metall in Duisburg

IG Metall will zu Warnstreiks aufrufen

  • IG Metall bricht Verhandlungsrunde ab
  • Gewerkschaft empfiehlt Warnstreiks
  • Etwa 200 Beschäftigte bekunden Streikbereitschaft
  • Forderung: Mehr Geld und freie Tage

In der nordwestdeutschen Stahlindustrie könnte es von der kommenden Woche an Warnstreiks geben. Die IG Metall verließ am Freitag (01.02.2019) bereits nach 15 Minuten die dritte Verhandlungsrunde in Düsseldorf, weil die Arbeitgeber erneut kein Angebot vorgelegt hätten.

"Ohne Angebot ergeben Verhandlungen derzeit keinen Sinn", begründete der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Knut Giesler, den Schritt. Er werde der Tarifkommission der Gewerkschaft deshalb empfehlen, zu Warnstreiks ab der kommenden Woche aufzurufen.

In der Nacht zu Freitag hatte die sogenannte Friedenspflicht in der Tarifauseinandersetzung der Eisen- und Stahlindustrie geendet. Etwa 200 Beschäftigte bekundeten in Duisburg bei einem Fackelmarsch ihre Streikbereitschaft.

Fackeldemo der IG Metall in Duisburg

Teilnehmer der Aktion mit Fackeln

Die Aktion der IG Metall Duisburg-Dinslaken fand unter dem Motto "Feuer und Flamme für mehr Geld und freie Zeit" nur wenige hundert Meter vom Betriebsgelände der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann statt; die Beschäftigten stiegen mit Fackeln auf die Landmarke Tiger and Turtle.

Die IG Metall fordert ein Gehaltsplus von sechs Prozent und ein zusätzliches Urlaubsgeld in Höhe von 1.800 Euro oder zusätzliche freie Tage. In den ersten beiden Verhandlungsrunden hatten die Arbeitgeber das Forderungspaket als "vollkommen überzogen" zurückgewiesen.

Stand: 01.02.2019, 19:21

Weitere Themen