Wittener Konzept gegen verwaiste Innenstädte

Ein Geschäft mit den Aufschriften "Kompletträumung", "Totales Aus" und "Ende"

Wittener Konzept gegen verwaiste Innenstädte

  • Leerstand betrifft meist kleine Städte
  • Wachsene Konkurrenz durch Internet
  • Witten hat für sich ein eigenes Konzept

Verwaiste Fußgängerzonen und leere Ladenlokale – ein Problem in vielen Innenstädten. Eine Studie der Landesinitiative "StadtBauKultur NRW" sagt, dass im Ruhrgebiet vor allem kleinere Städte, wie Oberhausen oder Herne davon betroffen sind. Das Problem könnte demnach weiter zunehmen.

Das liege vor allem am weiter wachsenden Onlinehandel, sagen die Autoren der Untersuchung. Deswegen müssten die Städte "Erlebnisse" schaffen. Regelmäßige Märkte oder andere Attraktionen um Besucher anzulocken.

Start-ups statt Einzelhandel

Die Studie nennt Witten als Positivbeispiel, dort geht man einen ganz anderen Weg: Seit Jahren werden verlassene Ladenlokale Start-Ups angeboten. Ein halbes Jahr lang können die Gründer für einen Euro pro Quadratmeter ein leeres Lokal mieten.

Zwar gibt es dann noch immer nicht mehr Geschäfte, alles sei aber besser als ein Leerstand, sagen die Experten der Studie. Witten zeige demnach, wie man verwaiste Innenstädte clever nutzen könne. Aktuell würden 25 Ladenlokale auf diesem Weg vermietet, sie stünden sonst leer.

Stand: 03.06.2019, 14:37

Weitere Themen