HSP-Beschäftigten droht Rentenlücke

Die vergessenen HSP-Mitarbeiter 03:02 Min. Verfügbar bis 20.11.2019 Von Kay Bandermann

HSP-Beschäftigten droht Rentenlücke

  • Sozialplan übersieht Gesetzesvorschrift
  • Salzgitter-Konzern schweigt bisher
  • Hoffen auf Härtefall-Regelung

Erst verloren sie ihren Job, jetzt drohen ihnen auch noch massive Rentenkürzungen: einer Gruppe von Mitarbeitern des vor drei Jahren geschlossenen Spundwand-Produzenten HSP drohen Rentenkürzungen von mehr als zehn Prozent. Vom HSP-Mutterkonzern Salzgitter AG fühlen sie sich in dieser Frage im Stich gelassen.

Betroffen: Mitarbeiter des Jahrgangs 1957

Konkret geht es um rund ein Dutzend Mitarbeiter des Jahrgangs 1957. Nach dem zwischen Salzgitter, IG Metall und Betriebsrat vereinbarten Sozialplan, sollten sie bis zum 61. Geburtstag bei einer Qualifizierungsgesellschaft bleiben und anschließend für zwei Jahre in die Arbeitslosigkeit gehen. Danach hätten sie - bei 45 vollen Berufsjahren - Anspruch auf die vorgezogene „Rente mit 63“.

IG Metall will vermitteln

Was übersehen wurde: Personen des Jahrgangs 1957 haben erst mit 63 Jahren und zehn Monaten den gesetzlichen Anspruch. Die fehlenden Monate kosten die Männer bares Geld. Sie hoffen jetzt auf eine Härtefallregelung. Nach Auskunft der IG Metall gibt es dafür im Sozialplan einen entsprechenden Geldtopf. Der Salzgitter-Konzern wollte sich auf WDR-Anfrage nicht äußern. 

Stand: 20.11.2018, 14:08