Gegen Jugendgewalt: Streetworker am Hörder Bahnhof

Jugendliche nachts auf der Straße in Dortmund-Hörde

Gegen Jugendgewalt: Streetworker am Hörder Bahnhof

Von Christof Voigt

  • Drei Streetworker langfristig im Stadtteil unterwegs
  • Stadt investiert mehr als eine halbe Million Euro
  • "Rampe" ist Reaktion auf tödlichen Messerstich in Hörde

Die Stadt Dortmund hat am Montag (10.12.2018) das neue Konzept "Rampe" für die Jugendarbeit im Stadtteil Hörde vorgestellt. Drei Sozialarbeiter sollen helfen, die Gewalt-Probleme rund um den Bahnhof zu lösen.

Dort treffen sich seit Monaten immer wieder verschiedene Gruppen, die aneinander geraten. Trauriger Höhepunkt der Gewalt war Ende Februar: Da wurde eine 15-Jährige von einer Bekannten erstochen.

Die drei neuen Sozialarbeiter sollen sieben Tage die Woche von nachmittags bis Mitternacht unterwegs sein. Erst einmal nur als Ansprechpartner. Die Stadt hofft, dass die Sozialarbeiter bei Gewalt frühzeitig eingreifen können und den Jugendlichen einen Weg aufzeigen, wie man Streitigkeiten ohne Fäuste oder Messer löst.

Vertrauen aufbauen und helfen

Streetworker des Projekts "Rampe" (von links nach rechts: Sabine Hoffstiepel, Lena Terstegge, Johann Christian Zenses)

Mehr als eine halbe Million Euro investiert die Stadt in das Projekt. Es soll erst einmal drei Jahre laufen. Die Streetworker wollen den Jugendlichen auch Angebote für gemeinsame Aktivitäten machen und so Vertrauen aufbauen. Dabei haben sie es oft mit aggressiven Jugendlichen zu tun, die Ausgrenzung erlebt haben. Die Streetworker sind für die Jugendlichen nicht nur auf der Straße erreichbar, sondern auch per Mail (info@rampe-do.de).

Netzwerk gegen Gewalt

In den kommenden Monaten soll ein Netzwerk für Jugendliche aufgebaut werden. Dafür werden Kirchengemeinden, Sportvereine und Jugendhilfedienste mit auf die "Rampe" geholt, so nennt sich die Offensive für die Hörder Jugendlichen. Auch über eine feste Anlaufstelle denkt die Stadt nach. Wie die aussehen soll, wollen die drei Streetworker in den kommenden Monaten gemeinsam mit den Jugendlichen planen.

Stand: 10.12.2018, 06:44