Polizei rückt zu Hochzeiten im Ruhrgebiet aus

Ein Polizeiauto fährt durch einen Tunnel (Symbolfoto)

Polizei rückt zu Hochzeiten im Ruhrgebiet aus

  • Feiernde blockieren Straßen und Kreuzungen
  • Gäste schießen mit Schreckschusswaffen in die Luft
  • Radfahrer zu Fall gebracht

Die Polizei ist am Osterwochenende (20./21.04 2019) mehrfach zu Hochzeitsfeiern ausgerückt. In Duisburg, Herten und Bochum hatten Anrufer den Notruf gewählt und über Verkehrsbehinderungen und Schüsse berichtet.

Duisburg: Kreuzung blockiert

In Duisburg feierten am Samstag (20.04.2019) gleich sechs Hochzeitsgesellschaften. Eine davon blockierte der Polizei zufolge eine Kreuzung im Stadtteil Hochfeld. Die etwa 100 Gäste schwenkten türkische Fahnen, zündeten bengalisches Feuer und feuerten mit Schreckschusswaffen in die Luft. Die alarmierten Beamten stellten die Waffen sicher, verteilten Platzverweise und erstatteten Anzeigen wegen verkehrs- und waffenrechtlicher Verstöße.

Herten: Gefährliche Manöver im Straßenverkehr

In Herten stoppte die Polizei am gleichen Tag einen Hochzeitskorso mit zehn bis 15 Autos, nachdem aus der Kolonne ebenfalls ein Schuss abgefeuert wurde. Vorher hatten die Teilnehmer bereits einen Radfahrer zu Fall gebracht, der sich dabei leicht verletzte. Die Teilnehmer hatten sich gegenseitig hupend überholt und ihn damit zu einer Vollbremsung gezwungen.

Die Kolonne sei trotz des Unfalls weitergefahren. Laut Polizei sei es aber gelungen, die Hochzeitsgesellschaft aufzuspüren, die Kolonnen-Anführer und Unfallverursacher wurden angezeigt.

Bochum: Schüsse in die Luft

Am Sonntag (21.04.2019) wurde aus einer Hochzeitsgesellschaft heraus geschossen. Bei der Durchsuchung des Autos eines Gladbeckers fand die Polizei zwei Schreckschusswaffen, Munition und ein Messer. Die Waffen wurden sichergestellt, den 53-Jährigen erwartet ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Stand: 22.04.2019, 15:01