Hochwasserschutz an der Emscher im Raum Dortmund

Drohnenbild vom Phoenixsee

Hochwasserschutz an der Emscher im Raum Dortmund

Ein riesiges Regenrückhaltebecken zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel hat die Region nach den Wasserfluten vor Schlimmeren bewahrt. Und auch der Phoenix See.

Die vielen Hochwasserrückhaltebecken entlang der Emscher haben während des Unwetters am 14./15. Juli ihre Aufgabe erfüllt. Es kam zu keinen extremen Überflutungen, bilanziert die Emschergenossenschaft am Donnerstag. In Dortmund und anderen Ruhrgebietsstädten verlief der starke Regen in der vergangenen Woche deshalb einigermaßen glimpflich ab.

Flächendeckend wurden im Emscher-Gebiet in 24 Stunden rund 64 mm gemessen. Darunter lokale Niederschläge, die statistisch gesehen seltener als einmal in hundert Jahren wiederkehren. Am stärksten betroffen war der Raum Dortmund mit in der Spitze 113 mm. Zum Vergleich: Der mittlere Juli-Niederschlag im Emscher-Gebiet beträgt 83 mm.

Hochwasserrückhaltebecken im Einsatz

Die Wassermassen wurden zunächst in Hochwasserrückhaltebecken wie zum Beispiel Emscher-Auen zwischen Dortmund Mengede und Castrop-Rauxel zwischengespeichert. Die Auen verwandelten sich in eine Seenlandschaft. Am Becken "Nagelpötchen", kam es dann zu einem sogenannten kontrollierten Notüberlauf. Als das Becken die Stauhöhe von 89.000 erreicht hatte, lief das Wasser über einen Notauslass zurück in die Emscher.

Dieser Notauslass funktioniert ähnlich wie der Überlauf bei einer Badewanne und schützt die Becken so vor einem Dammbruch mit verheerenden Folgen, so die Emschergenossenschaft.

100.000 Kubikmeter Wasser flossen in den Phoenix See

Die Emscher trat dann zwischen dem Hochwasserrückhaltebecken Nagelpötchen und dem Phoenix See über die Ufer. Daraufhin wurde der Phoenix See zusätzlich mit über 100.000 Kubikmetern Wasser aus der Emscher geflutet. Die Wasserqualität vor Ort wird seitdem erfasst und kontrolliert.

Stand: 22.07.2021, 18:03