Hochhaus in Duisburg bleibt unbewohnbar

Hochhaus in Duisburg bleibt unbewohnbar

Von Christian Richter

  • Hausräumungen wegen Brandschutzmängeln
  • 200 Mieter mussten sofort ausziehen
  • Fassade hochgradig brennbar
  • Häuser bleiben weiterhin unbewohnbar

Im Duisburger Stadtteil Homberg wurden Mitte Februar zwei Hochhäuser wegen "eklatanter Brandschutzmängel" geräumt. Etwa 200 Mieter mussten umgehend aus ihren Wohnungen ausziehen und bei Freunden und Verwandten unterkommen. Die Stadt Duisburg bestätigte am Donnerstag (25.04.2019), dass auch die Außenfassade der Hochhäuser ein "enormes Sicherheitsrisiko" darstellt.

Häuser bleiben vorerst unbewohnbar

Der Eigentümer hat laut Stadt einen Brandschutzsachverständigen mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts beauftragt. Bei einer Überprüfung seien auch Fassadenelemente der Hochhäuser untersucht worden; sie seien hochgradig brennbar: "Der Brennwert der Einzelkomponenten überschritt die Grenzwerte bei Weitem", so die Pressesprecherin der Stadt Duisburg, Anja Kopka.

"Bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Mieter ist eine Rückkehr in die Husemannstraße derzeit nicht absehbar", sagte Kopka weiter. Die Häuser bleiben deshalb vorerst unbewohnbar - möglicherweise noch monatelang. Ein Vertreter des Eigentümers weist diese Einschätzung der Stadt zurück. Ihmzufolge seien die Häuser möglicherweise bereits "in einigen Wochen" wieder bewohnbar.

Mieter zeigen Verständnis

Zwar wissen die Mieter nicht, wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren können, doch haben sie Verständnis für die Maßnahmen: "Ich weiß nur, dass die Stadt mit uns arbeitet und nicht gegen uns", sagt ein Anwohner. Peter Heß vom Duisburger Mieterschutzbund rät den Mietern jedoch, "schnellstmöglich zu kündigen und dauerhaft bewohnbaren Wohnraum zu suchen."

Stand: 25.04.2019, 19:11

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