Dortmunder Horror-Hochhaus soll endlich abgerissen werden

Das leerstehende Hochhaus an der Kielstraße in Dortmund

Dortmunder Horror-Hochhaus soll endlich abgerissen werden

  • Abriss des sogenannten Horror-Hauses rückt näher
  • Stadt muss noch eine von 102 Wohnungen kaufen
  • Gebäude bereits seit 17 Jahren gesperrt

Das Ende des sogenannten Horror-Hauses an der Kielstraße in der Dortmunder Nordstadt rückt wohl näher.

Am Montag (18.02.2019) teilte die Stadt dem WDR mit, dass das Haus inzwischen entrümpelt sei. Bevor der Abriss aber starten könne, müsse sie noch eine von 102 Wohnungen kaufen.

Noch immer ein Schandfleck

17 Jahre nachdem das Hochhaus gesperrt wurde, ist es noch immer ein Schandfleck. Die Türen hängen schief in den Angeln, Spielzeug, abgetragene Kleidung und alte Zeitschriften lagen kreuz und quer in den Wohnungen.

Weil die untersten Etagen aus Sicherheitsgründen zugemauert wurden, musste das Gerümpel über Gerüste und Lastenaufzüge aus dem Haus geschafft werden.

Hochhaus 1973 mit öffentlicher Förderung gebaut

Zur Geschichte: 1973 hatte die Veba das Haus mit öffentlicher Förderung gebaut. Entsprechend niedrig waren auch die Mieten für die zum Teil 80 Quadratmeter großen Wohnungen. Nach 25 Jahren verkaufte die Veba das Haus an einen Immobilienhai, der die Wohnungen zu völlig überhöhten Preisen anbot. Für viele Mieter auf Dauer zu teuer.

Energieversorger stellte im Jahr 2002 den Strom ab

Die Folge: das Haus verkam, immer mehr Mieter zogen aus. Im Dezember 2002 stellte der Energieversorger den Strom ab, weil die Eigentümergemeinschaft die Nebenkosten nicht mehr bezahlt hatte - obwohl die Mieter ihre Vorauszahlungen geleistet hatten. Das Haus wurde zwangsgeräumt und gesperrt.

Stand: 20.02.2019, 09:22

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