Monika Grawe sortiert gespendete Klamotten ein

Bochumer Hilfe für Partnerstadt in der Ukraine

Stand: 22.02.2022, 19:47 Uhr

Umzugskartons vollgepackt mit Kleidung, Werkzeug und Geschirr. Dazwischen Krücken und Rollatoren und sogar ein Bügelbrett. Die Gesellschaft Bochum-Donezk schickt Hilfsgüter in das Krisengebiet in der Ostukraine.

Von Lukas Zachos

All diese Sachen sollen bald nach Donezk, seit 35 Jahren Partnerstadt von Bochum. "Komm, ich zeig Ihnen noch mehr", sagt Monika Grawe, die hier alles organisiert. Sie ist die zweite Vorsitzende der Gesellschaft Bochum-Donezk, einem Verein, der schon viele Jahre Hilfe in der Ukraine leistet.

Enorme Hilfsbereitschaft

Man sieht ein wenig Stolz in ihrem Gesicht, als sie einen weiteren Lagerraum präsentiert. Auch hier: Unmengen an Kartons. Insgesamt sind es über 1.000. Gefüllt sind sie mit Kleidung, Spielzeug oder Geschirr. Alles wurde gespendet. Einiges von Bochumer Unternehmen, aber auch vieles von Privatpersonen.

Lagerraum mit Hilfsgütern für die Ukraine

Fast jeder Lagerraum ist bis unters Dach vollgepackt.

Sortiert und eingepackt werden die Sachen von den rund zehn Menschen, die hier mindestens jeden Donnerstag helfen. Oft sind sie auch am Wochenende hier. Sie helfen ehrenamtlich. Einigen steckt noch eine Nachtschicht in den Knochen.

Aber es wird jede Hilfe benötigt, denn in der nächsten Woche soll ein Lkw voll mit Hilfsgütern von Bochum in Richtung Ostukraine fahren. Es wäre der erste 2022. In der Regel sind es drei pro Jahr.

Täglicher Kontakt nach Donezk

"Wir hoffen sehr, dass alles klappt", sagt Monika Grawe. Sie telefoniert täglich mit ihren Freunden in Donezk. Es sind Gespräche, in denen viel gelacht wird, aber auch von Schüssen berichten ihre Gesprächspartner.

"Die Leute dort wollen keinen Krieg", berichtet Grawe, seufzt und macht sich wieder ans Packen. Denn bis zur Abfahrt ist noch einiges zu tun.

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