Hernes Oberbürgermeister will frühere und längere Ferien

Hernes Oberbürgermeister will frühere und längere Ferien

Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda fordert von Bund und Ländern ein strengeres Eingreifen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Vor allem bei den Schulen sieht er Handlungsbedarf.

Dr. Frank Dudda

Hernes Oberbürgermeister Dudda

Um die Corona-Infektionen einzudämmen, möchte der Herner Oberbürgermeister Frank Dudda (SPD) die Weihnachtsferien gerne noch früher starten und die Schulen schon nächste Woche Mittwoch schließen. Wenn man die zweite Welle konsequenter angehen wolle, müsse man konsequent das Schulsystem darauf anpassen, so Dudda. "Und dann kann es nur so sein, dass auch der Schulbeginn zumindest erst am 10. Januar ist", sagte der Herner Oberbürgermeister im WDR. Eltern, die nicht wissen, wer auf ihre Kinder aufpassen kann, sollen eine Notbetreuung bekommen.

Durch Schulschließungen könne eine erhebliche Zahl von Kontakten vermieden und dadurch die Infektionszahlen in Herne gesenkt werden, so Dudda. Die gewünschten Maßnahmen sind deutlich drastischer, als das Land NRW im Moment vorsieht. Bisher ist vom Land nur vorgesehen, einzelne Standorte zu schließen, wenn das Infektionsgeschehen dort hoch ist. Dudda kann die scharfen Corona-Maßnahmen nicht auf eigene Faust anordnen - er muss das Land fragen. Darüber ärgert er sich.

Forderung nach mehr Handlungsspielraum

Zusammen mit anderen Oberbürgermeistern zum Beispiel aus Duisburg, Gelsenkirchen und Hamm fordert Dudda mehr Handlungsspielraum für die einzelnen Kommunen. Zumindest kann Dudda eine weitreichende Empfehlung aussprechen: Alle Lehrer, Schüler, Erzieher und Pfleger sollen Zuhause bleiben, wenn sie Krankheitssymptome haben.

Wird es schärfere Corona-Maßnahmen geben?

WDR 5 Westblick - aktuell 08.12.2020 05:05 Min. Verfügbar bis 08.12.2021 WDR 5


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Stand: 10.12.2020, 17:09