Herne testet Luftreiniger in Klassenräumen

Luftreiniger im Klassenraum

Herne testet Luftreiniger in Klassenräumen

Die Stadt Herne prüft, ob Luftreiniger helfen können, die Ansteckungsgefahr mit Viren in Klassenzimmern zu minimieren. Der Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, einige Modelle auszuleihen und zu testen. Hintergrund ist die Befreiung von der Maskenpflicht in Klassenräumen von weiterführenden Schulen.

Filter saugen Viren aus der Luft

Welche Modelle die Stadt Herne testen will, das will die Stadtverwaltung erst noch prüfen. Nach einem Antrag der Grünen gebe es bereits kleine und effektive Geräte um die 100 Euro. Auch die Lautsärke sei stark reduziert worden. Luftreiniger arbeiten mit speziellen Filtern, die Viren aus der Luft saugen können. Pro Klassenraum müssten vermutlich zwei Geräte erforderlich sein.

Laut Studie sind Geräte sinnvoll

Laut einer Studie der Universität der Bundeswehr in München können Raumluftreiniger einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung der Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus leisten. Die Wissenschaftler halten die Geräte für eine sehr sinnvolle technische Lösung, um in Schulen und Büros die Infektionsgefahr durch Aersolo zu verringern. Infektionspartikel werden mit Aersolen in der Raumluft verteilt.

Nicht aller Modelle effektiv

Nach Recherchen der WDR Wissenschaftsredaktion sind jedoch nicht alle Modelle von Luftreinigern effektiv. Ab einer Preisklasse ab 600 Euro sei die Qualität deutlich besser, sagen die Experten. Die sinnvollste Methode, um die Infektionsgefahr zu verringern, sei aber das Lüften.

Stand: 02.09.2020, 11:08

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