Experte kümmert sich um Herner Kobra

Experte kümmert sich um Herner Kobra

  • Reptilienexperte kümmert sich um Herner Kobra
  • Giftschlange wurde am Freitag gefangen
  • Schlangenhalter bestreitet, dass Kobra von ihm stammt

Die eingefangene Giftschlange in Herne ist jetzt vorübergehend bei einem Reptilienexperten untergekommen. "Die Schlange ist wohlauf", sagte eine Sprecherin der Stadt am Samstag (31.08.2019). "Sie hat wahrscheinlich den stressigsten Tag ihres Lebens gehabt." Nun beraten die Behörden, wie es mit dem Tier weitergehen soll.

Die seit Tagen gesuchte Kobra war am frühen Freitagabend (30.08.2019) eingefangen worden. Sie hatte sich in einer Kelleröffnung an der Außenwand versteckt. Zuvor wurde die Schlange von einem Mähroboter aufgeschreckt, mit dem das hohe Gras hinter dem Gebäude beseitigt werden sollte.

Rückkehr auf eigene Gefahr

Wenige Stunden zuvor hatte die Stadt Herne bereits entschieden, dass die 30 Bewohner der betroffenen Häuser in ihre Wohnungen zurück dürfen. Allerdings auf eigene Gefahr. Sie mussten zudem schriftlich bestätigen, dass sie weder den Keller noch den Dachboden betreten werden.

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Kobra im Keller vemutet

Die Experten hatten lange vermutet, dass sich die Schlange in den Kellerräumen verkrochen hat. Ihrer Meinung nach hätte sie keine andere Möglichkeit gehabt zu flüchten. Im Keller hatte man vor Tagen eine Schlangenhaut gefunden, die zu dem gesuchten Tier passte.

22 Schlangen sichergestellt

Weiterhin ist unklar, wem das Tier gehört. Der mutmaßliche Besitzer, der in einer Wohnung des Hauses Schlangen gehalten hat, bestreitet, dass die Kobra von ihm stammt. In der Wohnung des Mannes waren Anfang der Woche 22 Schlangen gefunden und beschlagnahmt worden. Darunter drei Monokelkobras.

Der Mann hatte allerdings im Juni noch angegeben, dass er fünf dieser sehr giftigen Schlangen hat. Eine könnte die jetzt Gefundene sein. Wo die andere ist, ist unklar. Der Mann sagt zwar, dass er sie verkauft habe, kann das aber nicht belegen.

Forderung nach strengeren Regeln

Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda forderte am Mittwoch vehement strengere Regeln für das Halten von gefährlichen Tieren. Es sei schwieriger, einen Hund anzumelden, als eine giftige Schlange im Haus zu halten.

Die NRW-Umweltministerin hat inzwischen angekündigt, sie wolle prüfen, ob die Haltung bestimmter giftiger Tiere verboten oder zumindest eingeschränkt werden kann.

Stand: 31.08.2019, 12:27

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