Kobra-Einsatz kann Herne über 10.000 Euro kosten

Monokelkobra (Symbolbild)

Kobra-Einsatz kann Herne über 10.000 Euro kosten

  • Stadt bleibt vermutlich auf Kosten sitzen
  • Mutmaßlicher Besitzer verweigert Zutritt zur Wohnung
  • Keine Möglichkeit Mann Besitz nachzuweisen

Die Stadt Herne bleibt möglicherweise auf den Kosten für die Suche nach der verschollenen Kobra sitzen. Laut Angaben eines Stadtsprechers am Montag (09.09.2019), sei es derzeit nicht möglich, dem mutmaßlichen Besitzer nachzuweisen, dass es sich um seine Schlange handelt.

Am Sonntag (25.08.2019) war die 1,4 Meter lange Giftschlange von der Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses im Treppenhaus entdeckt worden. Daraufhin wurden unter anderem vier Häuser evakuiert. Erst fünf Tage später dann Entwarnung: Das Tier konnte am Kellereingang eines Hauses eingefangen werden.

Polizei kann Mann nichts nachweisen

Der mutmaßliche Besitzer der Schlange bestreitet weiterhin, dass ihm das Tier gehört. Außerdem verweigert er den Mitarbeitern des Ordnungsamtes den Zutritt zu seiner Wohnung. Dort wollen sie DNA-Spuren der Schlange sicherstellen.

Weil es sich nicht um ein Strafverfahren handelt, hat die Stadt aber keine Möglichkeit, sich Zugang zur Wohnung des Mannes zu verschaffen. Jetzt will sie versuchen, mithilfe von Fotos nachzuweisen, dass die Schlange dem mutmaßlichen Besitzer gehört.

Derzeit sei jedoch nicht klar, ob das funktioniert, so ein Sprecher der Stadt. Kann sie dem mutmaßlichen Besitzer der Schlange nicht nachweisen, dass es sich um sein Tier handelt, bleibt die Stadt auf den Einsatzkosten von wahrscheinlich über 10.000 Euro sitzen.

Stand: 09.09.2019, 13:47

Kommentare zum Thema

35 Kommentare

  • 35 Keune Martina Mülheim 11.09.2019, 11:28 Uhr

    Warum ist es nicht möglich ein Strafverfahren einzuleiten?Der“Herr“könnte doch angezeigt werden.In Mülheim gab es ja auch schon so einen Fall!Haben die Behörden denn nichts gelernt.Wievie solcher sogenanntem“Haustiere“müssen noch ausbüchsen,dass sich etwas ändert??? Gruss Martina Keune

  • 34 Marco 10.09.2019, 18:51 Uhr

    Schlangen sind und bleiben keine Haustiere. LG Tierfreund

    Antworten (1)
    • Pepe 11.09.2019, 06:01 Uhr

      Was ist denn bitte der Unterschied zu Haustieren wie z.B. Fischen, Hamstern, andere exotische Säuger und vor allem Ziervögeln? Reptilien sind keine Kuscheltiere - ja. Da sollte man lieber bei Felltieren bleiben. Es sind reine Anschauungstiere. Die artgerechte Haltung ist heutzutage deutlich einfacher. Es hat sich ein Markt für solches Zubehör entwickelt von dem heute auch die Zoos und Tiergärten sehr stark profitieren. Früher war alles Eigenbau und Improvisation . Somit auch kleinere Terras sehr teuer. Ob man es mag oder nicht, aber die Terraristik gibt es schon Jahrzehnte und ist somit ebenfalls Teil unserer Tierhaltung.

  • 33 Ma 10.09.2019, 12:23 Uhr

    An RS Wenn Hunde oder andere Tiere Schaden verursachen, werden die Besitzer genauso zur Rechenschaft gezogen. Es werden also alle gleich behandelt. Wenn ihm nicht die Schlange gehört, warum lässt der Besitzer dann die Behörden nicht nachschauen???

  • 32 Pepe 10.09.2019, 12:21 Uhr

    Kann nur zustimmen, dass in Deutschland immer noch die Unschuldsvermutung existiert. Eine Durchsuchung der Wohnung ist nur mit Gerichtsbeschluss möglich. Dürfte ich eine Frage in den Raum werfen, welche vielleicht auch für die Redaktion hier interessant wäre? : Es gibt mehrere Gerichtsurteile, welche bereits in den 80er und 90er Jahren zurückliegen sowie ein neueres aus dem Jahre 2003 (Karlsruhe), welche Gefahrtiere wie Listenhunde, besonders Gifttiere und Würgeschlangen eindeutig aus einer alle Haustiere erlaubt-Klausel oder der normalen Kleintierhaltung herausnehmen und eine Meldepflicht beim Vermieter oder Eigentümergemeinschaft vorsieht. Der Halter hätte demzufolge nach Mietrecht für alle Giftschlangen zuvor eine Genehmigung vom Vermieter einholen müssen. Sind diese Gerichtsbeschl. nun veraltet oder nicht, da sie ja immer noch auf Mietrechtsportalen als Muster angezeigt werden? Hätte hier das Ordnungsamt den Vermieter nach Meldung der Gefahrtiere nicht auch irgendwie ins Boot holen

  • 31 RS 10.09.2019, 11:10 Uhr

    Auch für Reptilienhalter gilt sowohl die Unschuldsvermutung (Art. 20 Abs. 3 GG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 Satz 1 GG) und die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 GG). Warum sind Reptilienhalter hier in Deutschland eigentlich Tierhalter zweiter Klasse? Ist schon auch ein Verstoß gegen die Gleichbehandlung

    Antworten (3)
    • D 10.09.2019, 11:57 Uhr

      Weil es das große Unbekannte ist.

    • Horst 10.09.2019, 13:04 Uhr

      Wenn der Reptilienhalter unschuldig ist kann er ja seine Wohnung durchsuchen lassen. In den meisten Bundesländern der BRD ist das halten von Giftschlagen verboten , warum wohl ?

    • Pepe 10.09.2019, 15:39 Uhr

      @Horst: Leider trifft Ihre Anmerkung bezüglich des mehrheitlichen Verbotes nicht genau zu. Es gibt momentan 8 von 16 Bundesländern mit einer Gefahrtierverordnung bzw. ähnlicherweise Verordnung. Nur in Schleswig-Holstein aber ist die Haltung der aufgelisteten Gefahrtiere für Privathalter ohne Ausnahme verboten. Alle anderen Verordnungen erlauben die Haltung von Giftschlangen und anderen Gefahrtieren unter strickten Auflagen und nach Prüfung der Behörden. Sämtliche Verordnungen gegen Privathaltung können jedoch mit Gründung eines Gewerbes mit entsprechenden Sachkundenachweis nach §11 für Terrarientiere umgangen werden. Natürlich gelten dann entsprechend gewerbliche Regelungen und Verordnungen.

  • 30 Sharky 10.09.2019, 10:50 Uhr

    und der Lieblingssatz unsere Politiker: Ich sehe hier kein Handlungsbedarf!!!! Klar, bis sie selbst mal gebissen werden. Schade, dass es erst soweit kommen muss.

    Antworten (1)
    • Mischa 10.09.2019, 13:00 Uhr

      Das ist doch normal zwischenzeitlich in Deutschland, dass unsere Politiker mehr beschäftigt sind ihre Diäten zu erhöhen, als sinnvolle Gesetze auszuarbeiten. Es muss erst etwas Schlimmes passieren, bevor die aufwachen. Leider erwischt es immer die Falschen, wenn es dann zur Katastrophe kommt.

  • 29 Hasimutti 10.09.2019, 10:45 Uhr

    Ich verstehe das nicht. Es muss bei einer solchen Straftat doch ein Durchsuchungsbefehl geben, dann kann er den Zutritt nicht mehr verweigern. Desweiteren hat er doch angeblich die anderen Tiere bereits abgegeben. Jemand, der so respekt- und verantwortungslos handelt, gefährliche Tiere besitzt und diese nicht mal vollständig bei den zuständigen Behörden anmeldet und sich so unkooperativ verhält, sollte vor Gericht kein Verständnis erwarten, sondern ordentlich verknackt werden. Er hat sich und viele Menschen in Gefahr gebracht , hat nicht den Arsch in der Hose, dazu zu stehen und lernt nicht Mal daraus. Der sollte NIE WIEDER Tiere besitzen dürfen!!!

  • 28 Bernd 10.09.2019, 09:37 Uhr

    Man ist solange unschuldig, bis die Schuld bewiesen ist.... Denkt Mal darüber nach.... Das sind unsere Demokratie Rechte.... Also spart euch die unnötigen Vermutungen. Schuld ist daran einzig und allein unsere Regierung. Man hat für alles Gesetze. Einfach ein Gesetz erlassen, was auf Bundesebene das halten solcher Tiere verbietet. Punkt und ohne Ausnahme. Wer solche Tiere haben will soll im Dschungel leben. Da gibt's genug davon.

  • 27 Oliver Andresen 10.09.2019, 09:17 Uhr

    Ich würde die ganze Bude auf den Kopf stellen. Auf irgendeinem Computer, Tablet oder Handy hat der Typ Bilder von seinen Viechern. Mir kann keiner erzählen, dass da nichts zu finden sein soll, um den Nachweis zu erbringen, dass das seine Schlange ist. Begehst Du einen Geschwindigkeitsverstoß, hast Du fast das BKA an den Hacken, um 5 € einzutreiben. Bitte ein bisschen mehr Einsatz, Ihr seid es den ehrlichen Steuerzahlern schuldig.

  • 26 Paul Finken 10.09.2019, 08:47 Uhr

    Wenn einer solche Tiere in seiner Wohnung hält,so muss er auch für die Kosten aufkommen. In meinen Augen ist der Halter nicht normal.

  • 25 Andi 10.09.2019, 08:29 Uhr

    Es ist unfassbar in unserem Land, dass von einem Tier von dem eine solche große Gefahr ausgeht, der Staat nicht in der Lage ist, sich im Interesse der Allgemeinheit ohne Zustimmung des Wohnungseigentümers Zutritt zur Wohnung zu verschaffen!!! Wenn hier in Deutschland jemand ein Herdentier in Einzelhaltung hat, hat man gleich den Tierschutz auf den Hals!! Liebe Behörde es geht um die Sicherheit der Allgemeinheit und nicht um das Interesse eines einzelnen Idioten!!

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