Ruhrgebiet: Heizen mit Grubenwasser funktioniert

Illustration: Grubenwasser in Schächten unter der Erde

Ruhrgebiet: Heizen mit Grubenwasser funktioniert

Wissenschaftler der Bochumer Ruhr-Uni haben herausgefunden, dass man an bestimmten Orten im Ruhrgebiet sehr gut mit Grubenwasser heizen kann.

Heizen mit Grubenwasser ist den Wissenschaftlern zufolge nicht nur umweltfreundlich, sondern auch günstig. Möglich ist das an Orten, die sich in der Nähe einer ehemaligen Schachtanlange befinden. Dort muss das Grubenwasser ohnehin abgepumpt werden, damit es sich nicht mit dem Grundwasser vermischt.

Drei mögliche Standorte bestimmt

Um beispielsweise ein Gebäude mit Grubenwasser heizen zu können, muss es sich um ein Neubauprojekt handeln. Dann kann die erforderliche Technologie direkt mitgeplant werden. Dreieinhalb Jahre wurde zu dem Thema geforscht und nun ein Abschlussbericht veröffentlicht.

Die Bochumer Forscher haben Standorte ausgemacht, die sich ideal für so ein Vorhaben eignen würden. In Bochum ist das ein Gewerbepark und in Bergkamen und Essen gibt es Bauvorhaben für neue Wohnquartiere in der Nähe von Schachtanlagen. Es gibt auch schon ein erfolgreiches Projekt: Die zentrale Feuerwehr in Bochum wird bereits mit Grubenwasser beheizt.

Grubenwasser wird in Flüsse geleitet

An dreizehn Standorten pumpt die RAG derzeit Grubenwasser heraus. Jährlich sind das rund 70 Millionen Kubikmeter Wasser. Das Grubenwasser ist zwischen 20 und 30 Grad heiß und wird bislang ungenutzt in Lippe, Ruhr und Rhein geleitet.

Stand: 19.11.2020, 06:28