Sportplatz-Verbot nach Nasenbiss in Essen

Hand mit Roter Karte

Sportplatz-Verbot nach Nasenbiss in Essen

  • Drastische Strafe nach Nasenbiss im Amateur-Fußball
  • Sportplatzverbot für ganz Essen
  • 40-Jähriger griff Gegenspieler an
Kommentare (2)

Ein Biss in die Nase seines Gegenspielers hat für einen Essener Amateur-Fußballspieler drastische Konsequenzen. Der Sportausschuss erteilte dem Sportler jetzt ein Hausverbot auf allen Essener Sportanlagen. Es gilt sieben Jahre lang.

Stück von Nase abgebissen

Diese Attacke brachte den Essener Amateur-Fußball vergangenen Herbst bundesweit in die Schlagzeilen: Nach einem Streit um ein Foul in der Begegnung Preußen Eiberg gegen Essener SG II im Oktober hatte ein 40-Jähriger seinem Gegenspieler ein Stück Nase abgebissen. Das Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden, die Essener Fußball-Gemeinschaft war schockiert.

Der Täter wurde kurz nach der Tat von einem Sportgericht verurteilt und bekam eine siebenjährige Spielsperre. Jetzt haben sich die Sportbetriebe der Stadt eingeschaltet und zusätzlich eine drastische Strafe verhängt: Der Spieler darf sieben Jahre lang keinen Sportplatz in Essen betreten - auch nicht als Zuschauer.

Staatsanwaltschaft befasst sich mit dem Fall

Das Opfer des 40-Jährigen hat zudem Anzeige gegen den Täter gestellt und eine Zivilklage eingereicht. Die Staatsanwaltschaft Essen prüft zurzeit, ob ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet wird.

Stand: 23.01.2019, 16:34

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Skorpion 24.01.2019, 07:35 Uhr

    Wer einem Spieler solche Verletzungen zu fügt hat im Sport nichts zu suchen, er gehört meiner Meinung nach für immer gesperrt. Ob als Spieler oder als Zuschauer.

  • 1 Atze 23.01.2019, 21:13 Uhr

    Wer seinen Gegner dermaßen körperlich angreift und ihm den geschilderten Schaden zufügt, gehört völlig zu Recht sanktoniert. Die Sperre für die Sportanlagen halte ich für vertretbar.