Wegen Corona: Bei vielen Händler herrscht Pleite-Angst

Dortmunder Innenstadt

Wegen Corona: Bei vielen Händler herrscht Pleite-Angst

  • Große Unsicherheit bei Händlern
  • Corona-Hilfen wohl nicht sofort verfügbar
  • Handelsverband befürchtet Aus für manche Geschäfte

Am Dienstag (17.03.2020) war die Verunsicherung groß: Dürfen die Läden noch öffnen oder müssen sie schon geschlossen bleiben? Die Telefone bei den Einkaufscenter-Leitungen klingelten ununterbrochen. Da die Landesregierung aber noch an einem entsprechenden Erlass arbeitete, dürfen die Geschäfte noch öffnen.

Das Gebäuder von außen mit Schriftzug Thier-Galerie

Die Thier-Galerie in Dortmund

Trotzdem haben einige bereits geschlossen. In der Dortmunder Thier-Galerie warten nur noch einzelne Händler auf Kunden. Etwa Friseure, der Drogeriemarkt oder Restaurants. „Dort haben die Tische nun alle zwei Meter Abstand“, sagt Center Manager Markus Haas.

Infos zu Ladenschließungen fehlen noch

Anderswo haben die Geschäfte aber noch geöffnet. Zum Beispiel in Hagen oder Witten. Sie warten auf weitere Informationen – etwa vom Land oder den Komunen. Es ist aber wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Modegeschäfte, Buchhändler und Möbelläden schließen müssen, meint Thomas Schäfer vom Handelsverband in Dortmund.

Das dürfte diese Branchen vor enorme Herausforderungen stellen. Sie müssen weiter laufende Kosten wie Personal und Miete zahlen, werden aber erstmal keine Einnahmen mehr haben. „Das werden nicht alle wirtschaftlich überleben“, befürchtet Schäfer.

Finanzielle Hilfen kommen nicht sofort

Und auch die von der Politik in Aussicht gestellte Hilfen, werden nicht allen nützen, meint Thomas Schäfer. Denn die Anlaufstellen seien derzeit überlastet. Und bis wirklich Geld bei den Händlern ankommt, dürfte es noch dauern.

Stand: 17.03.2020, 11:48