Hamm im Finale um internationalen Städtepreis gescheitert

Hamm im Finale um internationalen Städtepreis gescheitert

  • Hamm mit neun anderen Städten im Finale
  • Preisverleihung in New York
  • Städte haben Bürger vorbildlich beteiligt

Im Finale um den internationalen Städtepreis ist Hamm leer ausgegangen. Der "Engaged Cities Award" und die 100.000 Euro Preisgeld gingen an Bologna. Weitere Preisgelder bekamen Santiago de Cali (Kolumbien) und Tulsa (Oklahoma, USA). Die Preisverleihung fand in der Nacht zu Donnerstag (17.05.2018/MESZ) in New York statt.

Die Stadt Hamm hatte es bei dem internationalen Städte-Wettbewerb unter die besten zehn geschafft. Im Finale standen auch Metropolen wie Mexiko-City, Boston oder Helsinki.

Vorbildliche Bürgerbeteiligung

Hamm ist zwar nicht so schön, wie etwa die Mitbewerber Bologna oder Boston - darum geht es beim "Engaged Cities Award" aber auch gar nicht. Ausgezeichnet werden Städte, die ihre Bürger besonders gut in Planungsprozesse einbeziehen.

Und genau das hat die Stadt Hamm beim Bau des Lippeparks gemacht, als eine Zechenbrache in Westen der Stadt in ein Naherholungsgebiet umgestaltet wurde. Bürger konnten Vorschläge machen, es gab viele Workshops.

Daraus entstanden zum Beispiel das Projekt "Seilfahrt", bei dem die Tiefe des Schachtes Franz in die waagerechte Ebene übertragen und künstlerisch aufgearbeitet wurde. Oder der "Ort der interreligiösen Begegnung" mit seinen fünf großen Stahltoren, die die fünf Weltreligionen symbolisieren.

Rathaus in Hamm

Rathaus in Hamm

Für Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann ist schon die Teilnahme am Finale ein Gewinn: "Allein die Tatsache, dass wir unter den ersten zehn sind - in der Welt - ist schon eine Riesen-Auszeichnung für unsere Stadt." Beworben hatten sich insgesamt 120 Städte aus Amerika und Europa.

Stand: 16.05.2018, 11:04