Hammer Hauptschüler drehen Videos über Industriekultur

Auf dem Foto ist ein klassischer Förderturm einer Zeche im Ruhrgebiet. Dahinter geht die Sonne unter, der Himmel ist orangefarben.

Hammer Hauptschüler drehen Videos über Industriekultur

Die Schüler haben Bilder und Videos für eine spezielle App gemacht. Mit dieser App kann man sich die Industriedenkmäler virtuell ins eigene Wohnzimmer holen. Für die Schüler war es ein spannendes Projekt.

Es muss perfekt werden. Die Zehntklässler halten ihre Kameras auf die verschiedenen Motive, die ihnen die Zeche Ewald in Herten bietet. Sie filmen und fotografieren. Wer gerade keine Kamera hat, gibt Tipps oder schaut zu.

Die Aufnahmen der Hauptschüler der Martin-Luther-Schule in Hamm sind Teil eines größeren Projekts. Dieses soll Menschen die Route der Industriekultur näherbringen - eben auch denen, die sich gar nicht damit auskennen. Und denen, denen die Schönheit des Ruhrgebiets sonst verwehrt bleibt, weil sie beispielsweise gehbehindert sind.

Route der Industriekultur

Die Route der Industriekultur führt auf etwa 400 Kilometern Länge zu Industriestandorten, Aussichtsplattformen und Siedlungen. Neben der Zeche in Herten gehören auch viele andere Orte zu der Route: zum Beispiel der Nordsternpark in Gelsenkirchen, die Zeche Zollern in Dortmund oder das Schiffshebewerk Henrichenburg.

Die Schüler schicken Bilder und Videos für die App an den Entwickler. Das Endprodukt ist ein Programm, mit dem Interessierte die Orte von zu Hause aus besuchen können. Dafür wird von Denkmälern ein virtuelles Modell angefertigt.

Industriedenkmäler als 3D-Modell

Sobald man zum Beispiel ein Foto der Zeche Ewald mit dem Handy scannt, öffnet sich auf dem Display ein 3D-Modell, das man von allen Seiten betrachten kann. Unter dem Namen "Route Industriekultur" kann man sich die App auf's Handy laden.

Um die App zu nutzen, müssen Interessierte mit der geöffneten App die Bilder aus einem Flyer abscannen.

Schüler lernen etwas über Industriekultur

Während sie Fotos für die App machen, lernen die Schüler auch ihre Heimat näher kennen. Julian Pauls sagt: "Das war beeindruckend, wie die Bergbauarbeiter die Kohle da verarbeitet haben und rausgehievt haben, Tag für Tag. Ich find's echt erstaunlich, dass die da so lange durchgehalten haben."

Stand: 31.12.2020, 15:17