Gasaustritt in Hamm: Explosionsgefahr gebannt

Ein langer Schlauch liegt hinter einem Absperrband neben einem Maisfeld

Gasaustritt in Hamm: Explosionsgefahr gebannt

  • Explosives Methangas aus Bohrloch ausgetreten
  • Anwohner können zurück in Häuser
  • Gas auf Maisfeld umgeleitet

Nach dem Gasaustritt an einem Bohrloch in Hamm können die letzten Anwohner nach zwei Tagen wieder zurück in ihre Häuser. Die Feuerwehr hat inzwischen in fast allen Häusern Messungen durchgeführt und Entwarnung gegeben: Die Häuser sind gasfrei, es besteht keine Explosionsgefahr mehr.

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Die Feuerwehr hat die Austrittsstelle am Freitagmorgen (08.06.2018) verlegt. Das ausströmende Gas wurde durch einen 100 Meter langen Schlauch auf ein Maisfeld abgeleitet. Einige Stunden später trat kaum noch Gas aus.

Der Schlauch soll am Samstagmorgen (09.06.2018) abgebaut werden. Das Bohrloch bleibt erst einmal offen und wird von der Hammer Feuerwehr bewacht, bis es zugeschüttet wird. Wann es soweit ist, steht noch nicht fest.

Über 100 Häuser evakuiert

Evakuierte Anwohner warten in Hamm, dass sie zurück in ihre Wohnungen können

Viele Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

366 Menschen hatten in Hamm-Pelkum wegen Explosionsgefahr am Mittwochnachmittag (06.06.2018) ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Die Nacht zu Donnerstag (07.06.2018) hatten sie bei Freunden, Verwandten oder in Hotels verbracht. Am Donnerstag konnten die vielen Bewohner wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Die meisten Straßen und Gebäude wurden wieder freigegeben.

Hamm: Methangasblase angebohrt

WDR 2 | 07.06.2018 | 02:25 Min.

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Bei Erdwärme-Bohrung Gasblase getroffen

Arbeiter hatten am Mittwochnachmittag (06.06.2018) bei einer Erdwärme-Bohrung eine Methangas-Blase getroffen. Die erste Vermutung war, dass die Gasblase möglicherweise von einem stillgelegten Bergwerk am Nordost-Rand des Ruhrgebiets stammt. Fachleute der Bezirksregierung in Arnsberg widersprechen dieser These.

Wie entsteht eine Methangasblase?

WDR 2 | 07.06.2018 | 02:42 Min.

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Einsatz von Rettungskräften beim Methangasleck in Hamm

Der Gasaustritt löste einen Großeinsatz aus.

Bei einer Tiefe von nur 80 Metern sei es nahezu ausgeschlossen, dass das Gas aus einem alten Bergbauschacht stamme. Wenn sich oberflächennah Methangas bilde, sei das eher eine lokale Besonderheit. Experten der Deutschen Montan Technologie (DMT) seien beauftragt worden, zeitnah ein entsprechendes Gutachten zu erstellen.

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Stand: 08.06.2018, 16:12