Tödliches Ehedrama vor Dortmunder Landgericht

Mit diesem Messer soll die Frau ihren Mann erstochen haben

Tödliches Ehedrama vor Dortmunder Landgericht

  • Tat soll im Streit geschehen sein
  • Die Angeklagte gestand die Tat
  • Keine Tötungsabsicht

Nach einem tödlichen Ehedrama muss sich eine 64-jährige Frau aus Hamm seit Mittwoch (16.10.2019) in Dortmund vor Gericht verantworten. Der Angeklagten wird vorgeworfen, ihren Mann am 21. April 2019 nach einem Streit in der gemeinsamen Wohnung erstochen zu haben. Ihr gleichaltriger Ehemann war im Schlafzimmer verblutet. Der Stich war direkt ins Herz gegangen.

Jahrelanger Alkoholmissbrauch

Zum Prozessauftakt gab die Angeklagte den Messerangriff zu. Eine Tötungsabsicht bestritt sie aber. "Ich wollte ihn nur erschrecken - ich habe ihn geliebt", sagte die 64-Jährige den Richtern. Hintergrund der Tat war ein jahrzehntelanger Alkohol-Missbrauch. Auch am Tattag wurde exzessiv Wodka getrunken.

Angeklagter drohen mehrere Jahre Gefängnis

Der Sohn des Paares berichtete im Zeugenstand von den Verhältnissen. Am Osterwochenende hatte die Angeklagte ihren Sohn angerufen, und gesagt, es sei etwas passiert. Als er in die Wohnung seiner Eltern in Hamm kam, fand er seinen toten Vater und rief die Polizei. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Ehepaar in der Küche aneinander geraten war. Wegen Totschlags drohen der Frau mehrere Jahre im Gefängnis.

Stand: 16.10.2019, 14:59

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