Marler Halde ist nicht radioaktiv belastet

Bürger, Ratsmitglieder und RAG begehen treffen sich zur Begehung der Zechenhalde Brinkfortsheide

Marler Halde ist nicht radioaktiv belastet

  • Begehung der Brinkfortsheide
  • Keine gesundheitsgefährdende Strahlung
  • Erhöhte Messwerte in umliegenden Flüssen

Von der Marler Halde Brinkfortsheide gehen keine gesundheitsgefährdenden Strahlungen aus. Das hat eine Messung am Montagabend (27.05.2019) ergeben. Der Ort ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Begehung hat im Beisein der RAG, Ratsmitgliedern und Anwohnern stattgefunden. Die Bürgerinitiative hatte erhöhte Radioaktivität auf der Halde vermutet.

Allerdings wurden deutlich überhöhte radioaktive Werte im Silvert- und im Sickingmühlenbach gemessen. Dorthin wurde früher das Grubenwasser der Zeche Auguste Victoria eingeleitet. Es war durch radiumhaltiges Gestein besonders belastet. Der Lippeverband möchte die beiden Bäche bis 2027 dekontaminieren und naturnah umgestalten.

Seit zwei Jahren gibt es Streitigkeiten um die Zechenhalde. Die RAG und der Regionalverband Ruhr wollen die Brinkfortsheide als Bauschuttdeponie nutzen. Damit soll der Umbau anderer Halden zu Naherholungsgebieten finanziert werden. Das lehnen die Stadt Marl und eine Bürgerinitiative ab. Sie befürchten Lärmbelästigung, Luftverschmutzung und eine Abwertung der Stadt.

Stand: 28.05.2019, 09:34

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