Der Hagener Stadtwald stirbt

Eine Fichte mit einer vom Borkenkäfer beschädigten Rinde

Der Hagener Stadtwald stirbt

  • Borkenkäfer zerstört Fichten
  • Enorme wirtschaftliche Folgen
  • Waldbauern ziehen Konsequenzen

Die Situation im Hagener Stadtwald spitzt sich immer weiter zu. Ein Drittel des Waldes droht abzusterben. Gründe dafür sind die anhaltende Trockenheit und der Borkenkäfer.

Käfer greift Fichten an

Seit Wochen greift der Käfer die Fichten an. Für die Waldbauern wird das zu einem immer größeren Problem. Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm, bestätigte Waldbauer Hans Karl De Myn dem WDR am Freitag (23.08.2019)

"Die wirtschaftliche Lage ist sehr prekär, weil der Holzpreis von 105 Euro Anfang 2018 auf 25 bis 35 Euro gefallen ist. Das bedeutet, dass momentan im Prinzip kein Ertrag aus dem Wald zu erzielen ist", so De Myn, der auch Vorsitzender der "Forstbetriebsgemeinschaft Hagen/Ruhrtal" ist.

Waldbauern wollen auf Mischwälder setzen

Eine Fichte nach der anderen färbt sich braun und stirbt ab. "Durch die Trockenheit sind die Fichten nicht mehr in der Lage, entsprechend Hartz zu bilden. Und damit hat der Borkenkäfer freie Bahn in den Fichten. Er hat sich dort erheblich eingenistet. Wir müssen die Fichten, die mit dem Borkenkäfer befallen sind, sofort aus dem Wald rausnehmen", erklärt Hans Karl De Myn

Viele Waldbauern haben jetzt Konsequenzen aus der Borkenkäfer-Plage gezogen. Sie wollen künftig nicht auf Fichten setzen, sondern auf Mischwälder.

Trockenheit und Borkenkäfer setzen Waldbauern unter Druck

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft 02.07.2019 12:38 Min. Verfügbar bis 01.07.2020 WDR 5

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Stand: 26.08.2019, 10:05