Getötetes Kleinkind bei Unfall in Hagen: Verfahren wird eingestellt

Trauer an der Unfallstelle in Hagen am Tag danach

Getötetes Kleinkind bei Unfall in Hagen: Verfahren wird eingestellt

  • Auto erfasste Kleinkind im Kinderwagen
  • Mädchen starb bei Unfall auf Volmebrücke
  • Strafverfahren soll jetzt eingestellt werden

Vor rund zwei Jahren, am 13. Juli 2017, ist in Hagen bei einem schweren Unfall ein einjähriges Kind ums Leben gekommen. Der Fall hat jetzt eine unerwartete Wende genommen. Das Amtsgericht bestätigte am Montag (15.07.2019), dass es das Verfahren gegen den beschuldigten Autofahrer einstellen wird.

Mädchen hatte keine Chance

Der Mann war mit seinem Fahrzeug auf der Volmebrücke auf den Bürgersteig geraten und hatte dabei den Kinderwagen erfasst, in dem das einjährige Mädchen lag. Es hatte keine Chance.

Gericht: Kein strafbares Vergehen

Jetzt, zwei Jahre nach dem Unfall, ist das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass dem heute 36-jährigen Fahrer kein strafbares Vergehen nachzuweisen ist.

Er soll aber 1.500 Euro an ein Kinderhospiz zahlen. Zusätzlich erhält er ein lebenslängliches Fahrverbot. Wenn er das akzeptiert, wird das Strafverfahren gegen ihn eingestellt.

Familie will zivilrechtlich klagen

Die Familie des getöteten Mädchens bemüht sich jetzt um ein Zivilverfahren, um zumindest Schmerzensgeld zu erhalten.

Stand: 15.07.2019, 14:07