Hagen: Mann gesteht Tötung seiner Nachbarin

Die Polizei steht vor einem Mehrfamilienhaus

Hagen: Mann gesteht Tötung seiner Nachbarin

  • Polizei findet eine Leiche im Keller eines Mehrfamilienhauses
  • Leiche war mit Zementsäcken abgedeckt
  • Haftbefehl gegen 75-Jährigen erlassen

Es sieht nach einem ungewöhnlichen Mordfall aus, der die Polizei und Staatsanwaltschaft in Hagen gerade beschäftigt. Ein 75-jähriger Mann hatte sich am Mittwochnachmittag (20.05.2020) gemeldet und gesagt, er habe seine Nachbarin umgebracht und die Leiche in den Keller gelegt. Nun ermittelt eine Mordkommission.

Gegen den 75-Jährigen wurde am Donnerstag Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen, wie die Polizei am Abend mittelte. Am Vortag seien Beamte nach seinem Anruf zu einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Delstern gefahren, wo sie eine tote Frau fanden. Sie lag in einem Loch im Kellerboden und war mit Zementsäcken abgedeckt, so die Staatsanwaltschaft.

Werkzeug und Zementsäcke gefunden

Der 75-Jährige habe in einer ersten Vernehmung angegeben, er sei mit der 59-Jährigen am Dienstag in Streit geraten. Dabei sei die Frau unter nicht näher beschriebenen Umständen zu Tode gekommen. Die Ermittler vermuten, dass die Frau in dem Keller des Mehrfamilienhauses einbetoniert werden sollte. Am Fundort der Leiche seien Werkzeug und "bereitgelegte" Zementsäcke gefunden worden.

Die genauen Umstände der Tat würden noch ermittelt, hieß es. Zur Klärung der Todesursache wurde eine Obduktion angeordnet. Wann ein Ergebnis vorliegen könnte, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Stand: 21.05.2020, 19:36