Nach Großbrand in Hagen: Tote Fische in der Volme

Das Feuer in einer Stahlfabrik war am Freitag schnell unter Kontrolle. Die Folgen für die Umwelt sind aber fatal: Zehntausende Liter Salzsäure sind in die Volme gelaufen.

Die Salzsäure ist durch das Löschwasser in die Volme gelangt, die direkt neben der Fabrik im Hagener Stadtteil Eilpe fließt. Fische, Krebse und Kleinlebewesen sind dadurch gestorben, wie Angler am Wochenende dokumentiert hatten.

Wasserproben vom Landesumweltamt haben keine Belastung von Wasser und Grundwasser ergeben. Trotzdem habe man das Fischsterben durch die rund 60 Kubikmeter Salzsäure nicht verhindern können. Es wird mindestens drei Jahre dauern, bis an dieser Stelle der Volme wieder größere Fische schwimmen werden, schätzt die Ruhrfischereigenossenschaft.

Keine Verletzten bei Brand

Noch immer ist unklar, wie das Feuer in der Beize – dem Herzstück der Fabrik – ausbrechen konnte. Nach WDR-Informationen vom Freitag war offenbar ein Becken mit Chemikalien in Brand geraten. Zeitweise waren 170 Feuerwehrleute im Einsatz, niemand wurde verletzt.

Angrenzende Häuser evakuiert

Nach dem Ausbruch des Brands wurden Anwohner gebeten, sich im betroffenen Bereich sofort in geschlossene Räume zu begeben und Fenster und Türen zu schließen. Laut NINA-Warn-App sollten sie auf Durchsagen achten, das Radio eingeschaltet lassen und bei Bedarf auch ihre Nachbarn informieren.

Verkehrsteilnehmer sollten das betroffene Gebiet umfahren. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt, die umliegenden Häuser evakuiert: 30 Anwohner und 12 Mitarbeiter mussten die Gebäude verlassen. Weitere Evakuierungen waren nach Auskunft eines Polizeisprechers nicht nötig oder geplant.