Westfalenhütte: Grundstein für 250-Millionen-Euro-Anlage gelegt

Das Gelände durch einen Bauzaun fotografiert

Westfalenhütte: Grundstein für 250-Millionen-Euro-Anlage gelegt

  • Mehr als 100 Arbeitsplätze sollen entstehen
  • Anlage produziert feuerbeschichtete Bleche für Autoindustrie
  • Betrieb soll 2021 starten

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Donnerstag (31.10.2019) den Grundstein für die neue Feuerbeschichtungsanlage auf dem Gelände der Westfalenhütte in Dortmund gelegt - gemeinsam mit Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD).

Es ist die zweite Anlage des Stahlkonzerns dieser Art in Dortmund und die zehnte im Ruhrgebiet. Die sogenannte Feuerbeschichtungsanlage wird bis zu 600.000 Tonnen feuerverzinkte Bleche wie etwa Karosserieteile für die Autorindustrie herstellen. Es sollen mindestens 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Thyssenkrupp steel will Kapazität in Dortmund ausbauen

Seit 2001 produziert thyssenkrupp steel in Dortmund bereits feuerverzinkte Produkte in einer älteren Anlage. Die neue Feuerbeschichtungsanlage soll die Kapazität deutlich erhöhen. Nachdem die Bezirksregierung Arnsberg ihre Genehmigung erteilt hat, entsteht seitdem die neue Anlage. Sie soll 2021 an den Start gehen und wird 350 Meter lang und bis zu 65 Meter hoch. Ullrich Sierau betonte: "Die Zukunft von Dortmund hängt weiterhin am Stahl."

Wandel im Autobau

Auslöser der neuen Investition ist ein Wandel im Karosseriebau: Korrosionsschutz bekomme ein immer wichtigere Bedeutung bei Automobil-Herstellern, so Premal Desai, Sprecher des thyssenkrupp steel Vorstandes. Statt wie bisher mit elektrolytisch verzinkten Stählen zu arbeiten, setzten Autohersteller vermehrt auf feuerverzinkten Stahl.

Stand: 31.10.2019, 18:22