Kontrollen gegen Clans im Kreis Recklinghausen

Beamte der Polizei und des Ordnungsamts in Uniform von hinten vor einem Gebäude, das kontrolliert wird

Kontrollen gegen Clans im Kreis Recklinghausen

  • Großeinsatz im nördlichen Ruhrgebiet
  • Kontrolle von Gebäuden, Fahrzeugen und Personen
  • Ziel: Bekämpfung der Clan-Kriminalität

Die Polizei hat am Dienstag (26.11.2019) eine behördenübergreifende Großkontrolle in Dorsten, Herten und Marl durchgeführt. Verschiedene Verstöße, unter anderem gegen das Steuerrecht und das Betäubungsmittelgesetz, standen im Mittelpunkt. Ziel war es, Erkenntnisse über kriminelle Clanmitglieder zu gewinnen, so die Polizei.

Lange Liste von Verstößen

Zoll- und Steuerfahnder kontrollierten insgesamt sechs Objekte im nördlichen Ruhrgebiet. Die Liste der möglichen Verstöße, auf die die Behörden Hinweise hatten, ist lang: Von Baurecht über Steuerbetrug bis hin zu Jugendschutzverstößen.

Zeitgleich kontrollierte die Polizei Personen und Fahrzeuge im Umfeld der Objekte. Insbesondere Sportwagen standen im Fokus.

Fahrzeuge von Polizei und Ordnungsamt Recklinghausen bei einer gemeinsamen Kontrolle im nördlichen Ruhrgebiet

Mehrere Behörden waren gleichzeitig im Einsatz

Die Kontrollen führten zu einer Strafanzeige und mehreren Ordnungswidrigkeitsanzeigen – unter anderem wegen Verstößten gegen das Mindestlohngesetz. Auch ein Ausweis wurde sichergestellt wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt.

Fokus auf Familienclans

Der Fokus habe bei der Großaktion auf kriminellen Mitgliedern von sogenannten Familienclans gelegen, so die Polizei. Diese würden Straftaten begehen und ganze Straßenzüge für sich beanspruchen.

"Shisha-Bars und andere Lokalitäten können eine Kommunikations- und Rückzugsebene für Personen bieten, die aktuell im besonderen Fokus der Polizei stehen", ordnen die Beamten die Bedeutung der Großkontrollen im nördlichen Ruhrgebiet ein.

Stand: 26.11.2019, 20:04