CO-Alarm in Hattinger Swingerclub

Feuerwehr-Großeinsatz in Hattinger Swingerclub

CO-Alarm in Hattinger Swingerclub

  • Stadt plant Kontrollen
  • Großeinsatz in Hattinger Swingerclub
  • Elf Verletzte mit CO-Vergiftungssymptomen
  • Auslöser des Vorfalls unklar, Gebäude ist wieder frei

Nach dem Großeinsatz in einem Swingerclub in Hattingen plant die Stadt jetzt Kontrollen in dem Club. Zwei Menschen waren dort Anfang November (02.11.2019) kollabiert, mehrere klagten über Atemnot. Unklar ist bisher, ob der Club zu voll war.

Wie die Kontrollen genau ablaufen sollen, steht noch nicht fest, sagt die Stadt Hattingen. Die Mitarbeiter vom Ordnungsamt sollen wahrscheinlich mit einem Zählgerät am Eingang stehen. Denn: Sie können nicht in den Swingerclub reingehen, ohne die Intimsphäre der Besucher zu stören.

Der Vorfall ereignete sich vor knapp zwei Wochen: Als die Rettungskräfte den Swingerclub in Hattingen betraten, schlug ihr Kohlenmonoxid-Warngerät Alarm. Zwei Feiernde waren bereits kollabiert und wurden mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht. Bei den Zusammenbrüchen der beiden Besucher könnten laut Polizei auch Medikamente eine Rolle gespielt haben. Weitere Gäste klagten über Schwäche und Unwohlsein.

Auslöser des Vorfalls unklar

Feuerwehr-Großeinsatz in Hattinger Swingerclub

Großeinsatz in Hattinger Swingerclub

Mehrere Trupps der Feuerwehr, die mit schwerem Atemschutz ausgestattet waren, evakuierten daraufhin das Gebäude. Dort waren zwischen 300 und 350 Personen anwesend, die mit Bussen an eine Sammelstelle gebracht und untersucht werden sollten. Allerdings kamen nicht alle Gäste dieser Aufforderung nach und entfernten sich eigenständig vom Einsatzort. Circa 200 Gäste wurden an der Sammelstelle untersucht, bei mehreren von ihnen wurden unterschiedliche Symptome festgestellt. Insgesamt gab es laut Feuerwehrangaben elf Verletzte.

Was genau den Vorfall auslöste, bleibt unklar. Messungen durch Schornsteinfeger, Feuerwehr und den örtlichen Gasversorger brachten kein Ergebnis. Gegen 1.15 Uhr wurde das Gebäude wieder freigegeben. Insgesamt waren 160 Rettungs- und Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet im Einsatz.

Stand: 14.11.2019, 20:11

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