Illegales Glücksspiel: Große Razzia in Oberhausen

Illegales Glücksspiel: Große Razzia in Oberhausen

Polizei und Staatsanwaltschaft haben seit gestern Abend verschiedene Gebäude in Oberhausen und der Umgebung durchsucht.

Gegen 23:30 Uhr ging es am Montagabend in Oberhausen los: Polizisten, darunter auch Spezialkräfte, fingen mit der Durchsuchung mehrerer Gebäude an. Auch Zoll- und Steuerfahnder waren an dem Einsatz beteiligt. Insgesamt wurden 33 Objekte durchsucht. Einige davon auch in Mülheim, Essen, Duisburg, Bottrop und Voerde.

Die Durchsuchungen dauerten bis zum Dienstagmorgen. Grund für die Aktion war unter anderem der Verdacht auf illegales Glückspiel. Laut Polizei wurden insgesamt 115 Geldspielautomaten, 35 Banknoten Falschgeld, gefälschte Dokumente, Betäubungsmittel und diverse Speichermedien sichergestellt.

Spiellokale mit geheimen, doppelten Wänden

Am Dienstangnachmittag hat die Polizei weitere Details zu der Razzia bekannt gegeben. Manches gleicht einer Szene aus einem Spielfilm: In einem der Spiellokale standen verhältnismäßig nur wenige Spielautomaten. Das hat die Beamten vor Ort stutzig gemachtg.

Bei genauerem Hinsehen entdeckten sie eine Wand, die sich mit wenig Aufwand beiseite schieben ließ. Dahinter befand sich ein Raum, der voll war mit weiteren, illegalen Spielautomaten.

"Ich bin sehr zufrieden mit der hervorragenden Zusammenarbeit der beteiligten Sicherheitsbehörden", betont Polizeipräsident Alexander Dierselhuis. "Damit zeigen wir, dass wir nicht nur an der Oberfläche kratzen."

Stand: 15.09.2020, 14:11