Großbrand in Reifenlager: Geduldsprobe für Autofahrer

Blick auf abgebranntes Reifenlager Bochum-Hamme (mit Baggern) am 24.08.2021

Großbrand in Reifenlager: Geduldsprobe für Autofahrer

Der Großbrand eines Reifenlagers direkt neben der A40 ist gelöscht. Tausende Altreifen brannten dort. Pendler brauchen starke Nerven: Die Autobahn bleibt Richtung Dortmund bis Ende November gesperrt.

Die Feuerwehr war seit der Nacht zum Dienstag mit 180 Einsatzkräften vor Ort. Neben den Feuerwehren aus Bochum wurden auch aus angrenzenden Ruhrgebietsstädten Feuerwehrleute hinzugezogen. Es brannte eine Fläche von 1.600 Quadratmetern.

Am frühen Nachmittag konnte die Feuerwehr schließlich verkünden, dass der Brand in dem Reifenlager an der Robertstraße gelöscht ist. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch über mehrere Stunden.

A40 bis Ende November gesperrt

Luftaufnahme von Großbrand - brennendes Reifenlager in Bochum in der Nacht am 24.08.2021

Großeinsatz in der Nacht in Bochum-Hamme

Weiterhin betroffen bleibt die A40: Der Großbrand fand in unmittelbarer Nähe zur Autobahn statt. Direkt an das Gelände des Reifenlagers grenzt eine Stützwand, die die Autobahn trägt. Sie wurde so stark beschädigt, dass jetzt eine neue Konstruktion gebaut werden muss, so die Autobahn-Niederlassung Westfalen. Die Arbeiten sollen drei Monate dauern.

Darum bleibt die A40 in Richtung Dortmund zwischen dem Bochumer Westkreuz und der Anschlussstelle Zentrum deshalb bis voraussichtlich Ende November gesperrt. Die angrenzende Bahnlinie RB 46 zwischen Bochum und Gelsenkirchen musste zeitweise ebenfalls gesperrt werden, ist inzwischen aber wieder frei.

Schulen und Kitas geschlossen

Das Feuer hatte am Dienstagvormittag den Alltag in Bochum stark beeinträchtigt: Über die Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen zog eine große Rauchwolke hinweg. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

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Auch acht Schulen und mehrere Kitas rund um den Brandort mussten schließen. Der Unterricht dort wurde abgesagt, weil wegen der Geruchsbelästigung nicht mehr wie vorgeschrieben gelüftet werden konnte. Am Nachmittag gab die Feuerwehr über die Warn-App NINA Entwarnung: Es bestünde keine Gefahr mehr durch Rauchgase.

Gemüse sollte nicht verzehrt werden

Durch den Rauch sind allerdings in Windrichtung Rußpartikel zu Boden gefallen. Diese seien zwar nicht giftig, kontaminiertes Gemüse sollte aber trotzdem nicht mehr verzehrt werden, rät die Feuerwehr.

Bereits im November vergangenen Jahres war in dem Reifenlager ein Feuer ausgebrochen. Damals hatten Zeugen eine verdächtige Person beobachtet, die den Brand gelegt haben soll. Das Feuer damals wurde auch von der WDR-Dokuserie "Feuer & Flamme" dokumentiert.

Stand: 25.08.2021, 13:16

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