Letzte Ruhestätte für Reinhard "Stan" Libuda

Olaf Thon am offenen Grab zur Umbettung von Schalke-Legende "Stan" Libuda

Letzte Ruhestätte für Reinhard "Stan" Libuda

Von Denise Friese

Das Grab von Schalke-Legende "Stan" Libuda ist umgebettet. Er liegt nun auf dem Schalker Fan-Feld. Sein Sohn, Vorstandsmitglieder von Schalke 04, Freunde und Fans haben ihn zu seiner letzten Grabstätte begleitet.

Mit einer symbolischen Trauerfeier wurde Schalke-Legende Reinhard "Stan" Libuda in Gelsenkirchen am Samstag umgebettet. Er hat das Feld Nummer sieben auf dem Schalker Fan-Friedhof, so wie es damals auch auf seinem Trikot stand.

Gottesdienst in einer kleinen Trauerhalle für Schalke Legende "Stan" Libuda

Trauerfeier zur Umbettung von Schlake-Legende "Stan" Libuda

Unter den geladenen Gästen waren auch ehemalige Schalker Stars wie Klaus Fischer und Olaf Thon. Wegen der Hygieneauflagen konnten nicht alle in die Trauerhalle - einige Fans haben draußen gewartet, um ihr Idol zur letzten Grabstätte zu begleiten.

"Mit Libuda groß geworden"

Auch Werner Spannemann und Claudio Henze, die beide in Schalke aufgewachsen sind, wollten "Stan" Libuda noch einmal "die letzte Ehre erweisen".

Zwei Schalke-Fans bei der Umbettung von Libuda auf dem Weg zum Grab

Schalke Fans begleiten "Stan" Libuda zur Grabstätte

Sie haben ihr Idol noch kennengelernt - "wir sind mit Libuda groß geworden", erzählten sie stolz auf dem Weg zum Grab. Es sei richtig, dass er eine Gedenkstätte für die Ewigkeit bekommen habe. Dort wollen sie auch in Zukunft noch hingehen.

"Jetzt ist alles gut"

Dass Libuda doch noch eine Gedenkstätte erhalten hat, ist vor allem Olivier Kruschinski von der Stiftung Schalker Markt zu verdanken. Er hat sich in enger Absprache mit dem Sohn von "Stan" Libuda dafür eingesetzt. "Jetzt ist alles gut", sagte er nach der Umbettung erleichtert.

Olivier Kruschinski von der Stiftung Schalker Markt vor dem Grab von "Stan" Libuda

Olivier Kruschinski von der Stiftung Schalker Markt

Das Reihengrab auf dem Gelsenkirchener Ostfriedhof war nach über 25 Jahren abgelaufen - ein Ehrengrab für den ehemaligen Nationalspieler verhinderte die Satzung der Stadt Gelsenkirchen, die dies für Vorbestrafte nicht vorsieht. Libuda war Anfang der 70er-Jahre in den Bundesligaskandal verwickelt und leistete einen Meineid.

Stand: 15.01.2022, 16:55