Goldschakal in Mülheim und Kleve nachgewiesen

Goldschakal in Mülheim und Kleve nachgewiesen

Von Denise Friese

Ein totes Schaf in Mülheim hatte Forscher im Sommer auf die Spuren des Goldschakals gebracht. Jetzt konnten sie nachweisen, dass ein männlicher Schakal in Mülheim und Kleve unterwegs war.

Ein Goldschakal ist im Sommer von Mülheim nach Kranenburg gezogen. Das haben Wissenschaftler mit genetischen Untersuchungen festgestellt, wie das LANUV jetzt mitgeteilt hat. Seine Spuren hatte er an toten Tieren hinterlassen.

Schafe und Rehkitz in Mülheim gerissen

Goldschakal

Diese Wildkamera hat den Goldschakal fotografiert.

Im August hatte der Goldschakal mindestens ein Schaf auf einer Mülheimer Weide gerissen, ein paar Tage später auch ein Rehkitz. Zwei weitere tote Schafe konnten ihm nicht mehr zugeordnet werden, weil die Tierkadaver bereits entsorgt worden waren.

Beutezug in Kranenburg fortgesetzt

Offenbar ist der Goldschakal vom Ruhrgebiet zum Niederrhein gezogen. Auch in Kranenburg, im Kreis Kleve, konnten die Wissenschaftler seine Spuren an toten Schafen nachweisen.

Fördermittel zum Tierschutz möglich

Das LANUV weist darauf hin, dass Halter von Tieren wie Schafen, Ziegen oder Wild auch Fördermittel erhalten können. Geld gebe es zum Beispiel für spezielle Zäune, die ihre Herden schützen. Die Prävention gegen Wölfe würde auch gegen den Goldschakal wirken.

Stand: 30.10.2020, 11:23