Gipfelkreuz für Breckerfeld: Entscheidung vertagt

Gipfelkreuz für Breckerfeld: Entscheidung vertagt

  • Anwohner fürchten Lärm und Müll
  • Entscheidung am Donnerstag verschoben
  • Stadtmarketing-Verein plant Wanderweg

Der Gipfel des Wengebergs ist mit 442 Metern der höchste Punkt des Ruhrgebiets und soll künftig Touristen anlocken. Mit einem drei Meter hohen Gipfelkreuz aus rostigem Stahl - wenn es nach den Mitgliedern des Stadtmarketing-Vereins geht. Die Entscheidung, ob Breckerfeld das Gipfelkreuz bekommt, sollte eigentlich am Donnerstag (21.03.2019) im Haupt- und Finanzausschuss fallen, wurde aber vertagt

Gespräche mit Anwohnern

Der Künstler Günter Blanck aus Hagen soll das Kreuz gestalten. Es soll das neue Wahrzeichen von Breckerfeld werden und die Zugehörigkeit der 9.000 Einwohner-Gemeinde zum Ruhrgebiet unterstreichen. Das Problem: Das Gipfelkreuz soll auf einer Wiese neben einem Wohngebiet stehen. Die Anwohner fürchten, dass Besucher dort Lärm machen oder Müll liegen lassen könnten.

Deshalb haben sie am Wochenende Unterschriften gesammelt und einen Brief an den Bürgermeister geschickt. Das Grundstück gehört nämlich der Stadt. Jetzt wolle man erst einmal mit den Anwohnern über ihre Bedenken sprechen. Ob und wann das Gipfelkreuz auf dem Wengeberg aufgestellt wird, ist offen.

Wanderweg geplant

Der Stadtmarketing-Verein plant aber bereits einen Wanderweg vom Ortskern bis zum Gipfelkreuz und erhofft sich eine enorme Strahlkraft für die Stadt. Aus Kohle und Stahl gefertigt, soll es außerdem an die Geschichte der Hansestadt erinnern, in der im Mittelalter Erz gefördert und Stahl hergestellt wurden.

Die höchste Halde im Ruhrgebiet ist übrigens die Halde Oberscholven in Gelsenkirchen mit einer Höhe von rund 201 Metern über dem Meer. Auch dort steht ein Gipfelkreuz.

Stand: 21.03.2019, 18:55