Privater Dschungel mit giftigen Reptilien in Wohnung in Hagen

Feuerwehr-Sperrzone Schild vor Mehrfamilienhaus

Privater Dschungel mit giftigen Reptilien in Wohnung in Hagen

Über 50 giftige Schlangen, Skorpione und Spinnen bewegten sich frei in einer Wohnung und in einem Kellerraum in Hagen. Nach einer Kontrolle kam es deshalb zum Großeinsatz.

Der Mieter hatte sich einen privaten Dschungel in seiner 45 Quadratmeter großen Wohung gebaut, berichtet die Düsseldorfer Feuerwehr am Freitag. "So befanden sich mehrere Pflanzen, darunter auch Lianen in dem Appartement". Mitarbeiter des Veterinäramtes und Experten der Düsseldorfer Feuerwehr sorgten am Donnerstagnachmittag dafür, dass die Tiere eingefangen wurden.

Am Freitag wurde der Einsatz beendet. Die Wohnung und der Kellerraum sind versiegelt worden. Die Nachbarn durften in ihren Wohnungen bleiben. Die eingefangenen Reptilien wurden jetzt im Terrazoo in Rheinberg abgegeben.

Großeinsatz mit Rettungshubschrauber beendet

Mehrere hochgiftige Schlangen waren bei einer Kontrolle des Veterinäramtes entdeckt worden. Darunter eine Puffotter, eine Rhinozerosviper, eine Speikobra, eine Monokel- und Brillenkobra. Daraufhin kam es zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Veterinäramt. Vorsichtshalber war deshalb auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Der sollte die Einsatzkräfte in eine Spezialklinik bringen, wenn sie von einer Schlange gebissen werden.

Nicht angemeldet und nicht artgerecht gehalten

Das Veterinäramt hatte die Wohnung kontrolliert und dabei war aufgefallen, dass der Mieter diese Reptilien besaß. Er soll sie aber weder angemeldet noch artgerecht gehalten haben.

Tatsächlich ist der Besitz dieser Reptilien legal, man muss sie aber beim Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (Lanuv) anmelden. Das sieht das seit Jahresanfang geltende Gifttiergesetz in NRW vor.

Gefahr durch Giftschlangen Westpol 08.09.2019 UT DGS Verfügbar bis 05.02.2022 WDR

Stand: 26.11.2021, 17:01