Genossenschaft will in Dortmund regionale Lebensmittel verkaufen

Das Bild zeigt einen Korb mit buntem Obst und Gemüse.

Genossenschaft will in Dortmund regionale Lebensmittel verkaufen

Von Michael Westerhoff

Tomaten aus Nette statt aus den Niederlanden. Die Genossenschaft Lokalgenuss will Dortmunder mit regionalen Lebensmitteln versorgen.

„Viele Verbraucher würden mehr regionale Lebensmittel kaufen, wenn sie welche bekämen. Viele Landwirte sind nicht in der Lage ihre Lebensmittel in die Stadt zu bringen“, erklärt Stefan Schlepütz, Vorstand der neuen Genossenschaft und Inhaber eines Bioladens im Dortmunder Kreuzviertel.

„Wir wollen diese beiden Seiten zusammenbringen. Der einzelne Verbraucher muss dann nicht mehr zum Bauernhof fahren. Der einzelne Landwirt muss sich nicht mit seinen Produkten auf den Markt stellen.“

Zehn Verkaufsstätten geplant

Zu den 16 Gründungsmitgliedern gehören Händler wie Schlepütz, aber auch Landwirte oder Vertreter von Umweltorganisationen wie dem BUND Dortmund. Weitere Mitglieder seien aber gern willkommen, sagt Schlepütz.

Tomaten und Frühlingszwiebeln auf einem Marktstand.

Bis 2023 oder 2024 will die Genossenschaft zehn Verkaufsstätten im Dortmunder Stadtgebiet eröffnen. Das können Marktstände, aber auch kleine Lebensmittelgeschäfte sein. Die Genossen wollen nah an die Verbraucher in den Stadtteilen.

Lebensmittel nur aus Dortmund und Umgebung

In den Läden soll es neben Obst und Gemüse auch Mehl, Haferflocken, Leinöl und vielleicht auch verarbeitete Produkte wie Brot geben. „Wichtig ist, dass die Rohstoffe aus der Region stammen und das Brot auch hier gebacken wird.“ Die Genossen sehen den Begriff „regional“ sehr eng. „Wir wollen nicht im Winter plötzlich was dazu kaufen“, erklärt Schlepütz: „Die Region ist klar festgelegt: Das Dortmunder Stadtgebiet und alle angrenzenden Städte und Gemeinden“

Stand: 21.06.2021, 16:45