Gelsenkirchen hofft auf Hilfe gegen Lehrermangel

Leeres Lehrerpult vor unbeschriebener Schultafel

Gelsenkirchen hofft auf Hilfe gegen Lehrermangel

Von Denise Friese

  • Gelsenkirchen fordert Sofortprogramm gegen Lehrermangel
  • Ministerium prüft Zulagen in Brennpunktregionen
  • Fast jedes zweite Kind aus Hartz IV-Familie

In einer Resolution hatten die Politiker im Gelsenkirchener Rat (SPD, CDU, Grüne) ein Sofortprogramm gegen den Lehrermangel gefordert. Als Anreiz, um den Standort Gelsenkirchen attraktiver zu machen, könnten unter anderem Zulagen für Lehrer "in Brennpunktregionen" angeboten werden, lautet die Forderung aus  Gelsenkirchen.

Schulministerium prüft Zulagen für Lehrer

Der Vorschlag ist im NRW-Schulministerium auf Zustimmung gestoßen: Man prüfe derzeit "unter welchen Voraussetzungen" und "in welchem Umfang" Zuschläge gewährt werden können, heißt es in der Antwort von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Man rechne damit, dass durch die Gewährung von Zuschlägen insbesondere die "schwierige Stellenbesetzung" an Schulen im Ruhrgebiet erleichtert werde.

Brennpunktregion Gelsenkirchen

Besonders in Gelsenkirchen lebten viele Kinder zwischen sechs und 15 Jahren in einkommensschwachen Familien - durch Arbeitslosigkeit der Eltern, teilten SPD, CDU und Grüne in Ihrer Resolution an die Landesregierung mit. Außerdem seien 1.500 Kinder aus Flüchtlings- und Zuwandererfamilien im schulpflichtigen Alter.

Unabhängig vom Geld der Eltern oder der Herkunft, sollten die Chancen auf Bildung für alle gleich sein. Besondere Anreize für neue Lehrer seien deshalb dringend notwendig.

Schulen ohne Bewerber Westpol 31.03.2019 UT DGS Verfügbar bis 31.03.2020 WDR

Stand: 20.08.2019, 06:00