Loveparade-Gelände: Abrissarbeiten am Güterbahnhof

Gelände Am Alten Güterbahnhof in Duisburg

Loveparade-Gelände: Abrissarbeiten am Güterbahnhof

Von Christian Richter

  • Gelände liegt seit über 20 Jahren brach
  • Genaue Pläne liegen noch nicht vor
  • Online-Bürgerbeteiligung geplant

Am Dienstag (09.06.2020) hat Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link über die Zukunft des Geländes am alten Güterbahnhof informiert. Das 30 Hektar große Gelände in zentraler Lage liegt seit über 20 Jahren brach.

Genaue Pläne liegen noch nicht vor

"Duisburg bewegt sich mit hohem Tempo: Aus einem alten, brachliegenden Bahnhof wird ein dynamisches und wahnsinnig spannendes Stück Zukunft. Wir haben mit großem Einsatz um diese Fläche gekämpft und werden jetzt die optimale Nutzung dafür finden", so Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD).

Was genau auf dem Gelände passieren soll, ist noch nicht klar. Die Stadt Duisburg und die GEBAG wollen dazu Ende Juli 2020 einen Planungswettbewerb starten.

Die Zukunft des Loveparade-Geländes

Von Christian Richter

Mit dem Abriss der ehemaligen Abfertigungshalle am alten Güterbahnhof will die Stadt Duisburg Platz für Neues schaffen. Über 20 Jahre ist dort nichts passiert.

Gelände Am Alten Güterbahnhof in Duisburg

Noch steht auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Duisburg Stein auf Stein. Im Juli 2020 soll mit dem Abriss der ehemaligen Abfertigungshalle begonnen werden.

Noch steht auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Duisburg Stein auf Stein. Im Juli 2020 soll mit dem Abriss der ehemaligen Abfertigungshalle begonnen werden.

Am Dienstag (09.06.2020) wurde der Startschuss für die Abrissarbeiten gegeben, erste Dachelemente wurden bereits entfernt.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD, 3. v. r.) hat zusammen mit dem Geschäftsführer der GEBAG, Bernd Wortmeyer (2. v. r.), und dem Stadtplanungsdezernenten Martin Linne (1. v. r.) über die Zukunft des Geländes gesprochen.

Der gesamte Planungsprozess soll von Bürgerinnen und Bürgern online verfolgbar und mitgestaltbar sein. Zunächst soll die große Abfertigungshalle des ehemaligen Güterbahnhofs zurückgebaut werden; der Abbruch soll rund drei Monate dauern.

Auch Bernd Wortmeyer wünscht sich, die Abbrucharbeiten bis zum Ende des Sommers beendet zu haben. Dabei gehe es nicht darum, möglichst schnell etwas auf das Gelände zu bauen, sondern möglichst nachhaltig, so Wortmeyer.

Für Sören Link ist das geschichtsträchtige Gelände eine Chance für Duisburg. Diverse Planungen der letzten Jahre münden nun darin, "das Gelände für die Zukunft fit zu machen", so OB Link.

Die Gedenkstätte zum Loveparade-Unglück am 24. Juli 2010 werde für Link immer eine persönliche und wichtige Rolle spielen. Bei einer Massenpanik starben dort 21 Menschen, 650 weitere wurden verletzt.

Am Montag (15.06.2020) soll die Zukunft des Geländes auch Thema im Rat der Stadt Duisburg sein. Es soll dabei unter anderem um die Online-Bürgerbeteiligung gehen, die ebenfalls im Juli starten soll.

Bürgerbeteiligung über das Internet

Da die Corona-Pandemie aktuell keine großen Veranstaltungen zulasse, solle ab Juli außerdem die Möglichkeit einer Online-Bürgerbeteiligung geschaffen werden, schreibt die Stadt Duisburg. Auch soll der gesamte Planungsprozess online verfolgbar sein, so der Geschäftsführer der GEBAG, Bernd Wortmeyer.

2010 erreichte die lange Geschichte um das Gelände am alten Güterbahnhof ihren schrecklichen Tiefpunkt. Bei der Loveparade-Katastrophe am 24. Juli starben 21 Menschen, weitere 650 wurden verletzt.

Stand: 09.06.2020, 19:02