Dortmund: Protest gegen Neonazis

Gegendemonstranten versammeln sich in der Dortmunder Innenstadt

Dortmund: Protest gegen Neonazis

  • Breites Bündnis gegen Neonazis
  • Seit Jahren Demos am 23. August
  • 2012: Verbot "Nationaler Widerstand Dortmund"

Direkt gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs fand am Freitagabend (23.08.2019) die Kundgebung der rund 80 Rechtsextremen statt. Rund 200 Gegendemonstranten waren gekommen, haben Plakate und Spruchbänder gegen Rechts mitgebracht. Neben dem Anti-Neonazi-Bündnis "Blockado" wollten auch die Klimaaktivisten von "Fridays for Future" den Rechten die rote Karte zeigen. Eine andere Gruppe las Texte von Dichterinnen und Dichtern vor, deren Werke von den Nazis verbrannt wurden.

Die Rechtsextremen traten aggressiv auf. Unter anderem bepöbelten sie Passanten und diffamierten sie. Ein Rechtsextremist griff einen Gegendemonstranten an, die Polizei nahm seine Personalien auf.

Demos seit 2013

Die Dortmunder Neonazis gehen seit 2013 am 23. August auf die Straße. 2012 war an diesem Tag die rechtsextremistische Vereinigung "Nationaler Widerstand Dortmund" verboten worden. Mittlerweile ist der 23. August in Dortmund auch zum Tag gegen Neonazis geworden. Die Polizei ist in der Dortmunder Innenstadt mit einem Großaufgebot vertreten.

Stand: 23.08.2019, 21:45