Corona-Lockerungen: Erste Gastonomen schließen schon wieder

Puppen als Platzhalter in einem Restaurant

Corona-Lockerungen: Erste Gastonomen schließen schon wieder

  • Wegen Abstandsregeln weniger Gäste
  • Zu teuer und so nicht tragbar für viele Gastronomen
  • Betriebe hoffen auf Hilfe und sehen sich sonst vor der Pleite

Schon der Lockdown war für viele Gastronomen existenzbedrohend. Die Lockerungen sollten Besserung bringen. Aber viele Wirte erzielen nur einen Bruchteil ihrer früheren Einnahmen. Kein Wunder, denn wegen der Abstandsregel dürfen weniger Gäste empfangen und bedient werden.

Erst letzte Woche (11. - 17.05.2020) hat Guido Kauhaus Stühle und Tische vor sein Restaurant gestellt. Jetzt räumt er sie wieder weg und macht seinen Laden vor dem Bochumer Schauspielhaus erstmal wieder zu.

In Bochum hatten er und sein Team sich tagelang auf den Start vorbereitet, Konzepte für Sicherheit und Hygiene umgesetzt. Aber schon am ersten Tag war klar: Das wird schwierig, teuer und vor allem personalintensiv.

„Man hat mehr Personal, aber weniger Gäste, weil Sicherheitsabstände eingehalten werden müssen. Ich habe an den Tagen kein Geld verdient, sondern draufgezahlt und jetzt die Reißleine gezogen“, sagt er.

Ganz aufgeben ist noch keine Option

Auch im Biergarten von Reinhard Schriever in Essen läuft's nicht so wie erhofft. Er betreibt ein Hotel mit Gaststätte. Vor der Krise hatte er gut zu tun. Jetzt kommen die Gäste nur spärlich. Das Problem haben viele, sagt der Chef des Gaststättenverbandes: "Ich kann nur hoffen, dass wir noch Hilfen bekommen. Ansonsten sehe ich einige Betriebe in die Pleite gehen." Guido Kauhaus in Bochum will aus Kostengründen zwar erstmal schließen.  Aber ganz aufgeben will er noch nicht.

Stand: 21.05.2020, 06:00