Fußballmuseum braucht noch mehr Zuschüsse

Fußballschuhe und WM-Pokal

Fußballmuseum braucht noch mehr Zuschüsse

  • Neue Zahlen innerhalb von drei Wochen
  • Stadt plant 900.000 Euro jährlich ein
  • Mehr Transparenz gefordert

Das Deutsche Fußballmuseum braucht noch mehr städtisches Geld als bislang bekannt. Für 2019 muss die Stadt Dortmund mehr als 700.000 Euro zuschießen. Ab 2020 plant die Stadt sogar 900.000 Euro jährlich für mögliche Verluste des Museums ein. Damit hat sich am Donnerstag (28.11.2019) der Finanzausschuss befasst.

Neue Zahlen innerhalb von drei Wochen

Anfang November hieß es im Finanzausschuss noch, die Stadt gehe für 2019 und 2020 von Zuschüssen in Höhe von jeweils 600.000 Euro aus - doppelt so viel, wie bis dahin bekannt war.

Drei Wochen später sieht eine neue Vorlage nun vor, dass die Stadt für 2019 insgesamt 727.000 Euro zuschießt. Und ab 2020 soll demnach ein jährlicher Zuschuss von 900.000 Euro eingeplant werden.

Mehr Transparenz gefordert

Der Grund: Der DFB hat Sponsorengeld aus dem Museum abgezogen und in andere Projekte umgeleitet. Dennoch sei der Zuschuss - auch im Vergleich zu anderen Museen - immer noch sehr gering, sagen die Verantwortlichen des Fußballmuseums.

Die Grünen fordern von der Geschäftsführung mehr Transparenz. Nach einem Bericht der Ruhr Nachrichten fordern die städtischen Rechnungsprüfer auch von der Stadtverwaltung einen "offenen und transparenten Umgang" mit den Zahlen.

Neben der Stadt ist der DFB zweiter Eigentümer des Museums. Der Verband hat das Museum teilweise aus öffentlichen Mitteln gebaut und ausgestattet. Im laufenden Betrieb ist der DFB vertraglich nur zum Ausgleich von Verlusten bis höchstens 250.000 Euro verpflichtet.

Stadt muss mit DFB verhandeln

Der Finanzausschuss hat dann in seiner Sitzung am 5.12.2019 beschlossen, dass die Stadt wegen der Defizite mit dem DFB in Verhandlungen eintreten muss. Ziel der Verhandlungen soll sein, dass beide Gesellschafter die Verluste zu gleichen Teilen tragen. Die Verhandlungen sollen "mit Nachdruck" geführt werden, heißt es in dem Antrag von Linken und Piraten, der mit großer Mehrheit angenommen wurde.

Stand: 28.11.2019, 10:04